USA: Virgin-Raumflugzeug 'SpaceShip Two' abgestürzt

01. November 2014 - 19:07 Uhr

Ein Pilot tot, der andere schwer verletzt

Ein Pilot ist beim Absturz des privaten Raumflugzeugs 'SpaceShip Two' im US-Bundesstaat Kalifornien getötet worden.Das bestätigte die Polizei. Der andere sei schwer verletzt worden. Die Passagierraumfähre zerschellte kurz nach dem Start zu einem Testflug in der Mojave-Wüste.

Privates Raumflugzeug SpaceShip Two abgestürzt
Die Ursache nach dem Absturz des Virgin-Raumflugzeugs ist noch unklar.

Das 'SpaceShip Two' wurde zunächst von einem Trägerflugzeug in die Höhe getragen und dann ausgeklinkt. Das Trägerflugzeug sei sicher gelandet, so das Unternehmen Virgin Galactic. Die abgestürzte Maschine bot Platz für zwei Piloten und sechs Passagiere.

Für das Unternehmen bedeutet der er Verlust der

Maschine einen herben Rückschlag: Die Passagierraumfähre sollte den Planungen zufolge vom kommenden Jahr an Weltraumflüge für Privatpersonen anbieten, die bis in 150 Kilometer Höhe über der Erde führen. Mehrere Hundert Interessierte hatten nach Unternehmensangaben bereits Tickets gekauft. Ein Flug sollte pro Person 250.000 Dollar kosten. Dabei sollten die Passagiere für einige Minuten Schwerelosigkeit erleben können.

Herber Rückschlag für Virgins Weltraumpläne

Die Entwicklung wird von den Firmen Virgin Galactic und Scaled Composites finanziert. Hinter dem Projekt steht unter anderem der milliardenschwere britische Unternehmer Richard Branson.

Als er sein ehrgeiziges Projekt im Jahr 2009 der Öffentlichkeit vorstellte, sagte Branson: "Es gib ja bislang nur 500 Leute, dies es bis in den Weltraum geschafft haben, die privilegierten Astronauten halt. Wenn man aber die Leute fragt. Wollen acht von zehn das auch. Und ich will ihnen diese Möglichkeit geben." 800 Ticket für einen solchen Raumflug zum Preis von 250.000 wurden bislang verkauft, eines auch nach Deutschland. Gut möglich, dass bei dem Unglück in Kalifornien 800 Träume für immer ausgeträumt wurden – die Zukunft der touristischen Raumfahrt scheint unklar.

Erst am vergangenen Mittwoch war eine Rakete mit dem unbemannten privaten Versorgungsfrachter 'Cygnus' beim Start zur Internationalen Raumstation ISS explodiert.