USA verhängen Sanktionen gegen iranische Firmen

15. Februar 2016 - 11:34 Uhr

Die USA haben Sanktionen gegen zwei iranische Logistikunternehmen verhängt. Der Hafenbetreiber Tidewater und die nationale Fluggesellschaft Iran Air hätten der Regierung in Teheran geholfen, Waffen und Militärausrüstung zu transportieren, teilte das US-Finanzministerium am Donnerstag in Washington mit.

Die Firmen hätten damit gegen Resolutionen des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen verstoßen. Die UN-Sanktionen sollen dem iranischen Atomprogramm und der Unterstützung des Landes für den internationalen Terrorismus Einhalt gebieten.

Tidewater betreibe sieben zentrale Hafenanlagen im Iran, die von den paramilitärischen iranischen Revolutionsgarden für illegale Waffentransporte genutzt worden seien. Die nun verhängten Sanktionen hätten jedoch keinen wesentlichen Einfluss auf die Öleinnahmen des Landes, da weniger als ein Prozent der Öltransporte diese Häfen passierten.

Iran Air hat nach Informationen der USA Raketen für die Revolutionsgarden und das Militär in Passagierflugzeugen transportiert - unter anderem nach Syrien. "Der Iran missbraucht die Möglichkeit von Iran Air, um die Welt zu fliegen, um sich an illegalen Aktivitäten zu beteiligen", sagte ein amerikanischer Regierungsbeamter. Dies käme einem "Missbrauch am iranischen Volk" gleich, deren Reisemöglichkeiten durch die Sanktionen nun eingeschränkt sein könnten.