DNA-Abgleich brachte den Durchbruch

USA: Vergewaltigte Wachkomapatientin brachte Baby zur Welt - Pfleger verhaftet

23. Januar 2019 - 19:55 Uhr

Er war für die Pflege der Patientin zuständig

Durchbruch im Fall der vergewaltigten Wachkoma-Patientin aus den USA! Die Ermittler haben einen Pfleger aus der Einrichtung "Hacienda Healtcare" in Phoenix, Arizona, verhaftet. Laut "ABC" handelt es sich bei dem Verdächtigen um einen Mann namens Nathan Sutherland. Er war auch für die Pflege der 29-Jährigen zuständig, die Ende Dezember ein gesundes Baby zur Welt gebracht hatte. Ein Abgleich der DNA des 36-Jährigen mit der des Babys habe zum Erfolg geführt, heißt es weiter.​

"Irgendetwas stimmt da nicht"

Der Fall hatte weit über die Grenzen der USA hinaus Entsetzen ausgelöst. Die Patientin habe am 29. Dezember plötzlich unter Schmerzen gestöhnt, konnte aber nicht mitteilen, was ihr fehlt. Es handelt sich um eine Patientin, die rund um die Uhr Betreuung benötigt. Ohne professionelle Pfleger ist sie völlig hilflos. Eine Krankenschwester, die gerade im Dienst war, holte das Kind schließlich auf die Welt. Als der Fall öffentlich wurde, war der Chef der privaten Einrichtung zurückgetreten. Doch die Fragen blieben: Wie konnte es so weit kommen? Warum war die Schwangerschaft über Monate nicht bemerkt worden?

"Ich verstehe das nicht, sie war doch im neunten Monat schwanger, hätte einen Bauch bekommen müssen. Irgendetwas stimmt da nicht", erzählte der Ehemann einer anderen Patientin der Einrichtung im RTL-Interview. In unserem Video spricht die Frau, die das Ganze aufgedeckt hat, über die Vorkommnisse.

Männliche Pfleger dürfen nur noch mit einer Kollegin zu Patientinnen

Nathan Sutherland
Die Polizei veröffentlichte dieses Foto des Verdächtigen, Nathan Sutherland.
© REUTERS, HANDOUT, HD

"Hacienda HealthCare sieht sich verpflichtet, diesen beispiellosen Fall vollständig aufzuklären", hatte das Unternehmen mitgeteilt und als Sofortmaßnahme festgelegt, dass männliche Pfleger nur noch in Begleitung einer Frau Zutritt zu Krankenzimmern weiblicher Patienten haben.