2. April 2019 - 19:32 Uhr

Unter Tränen zerschlägt der Junge seine Spielekonsole

Das sind aber harte Methoden! Um seinen Sohn für die allmählich nachlassenden Leistungen in der Schule zu bestrafen, wählt ein Vater eine drastische Erziehungsmaßnahme. Da der Junge anscheinend lieber "Fortnite" zockt, anstatt zu lernen, zwingt der Mann seinen Sprößling, seine Playstation zu zerstören. Unter Tränen schlägt der Junge erst zögerlich auf die Konsole ein - bis sein Vater noch eine Schippe obendrauf setzt und die Situation besonders brutal für die Playstation und ihren traurigen Besitzer wird. Wie genau, ist im Video zu sehen!

„Ich will nichts mehr hören!“

Die Zeit für Diskussionen ist für Tre Cosby anscheinend vorbei. Er hat seinen Entschluss gefasst und teilt Sohn Treyson mit: Die Playstation ist gleich Geschichte! "Ich hab dir gesagt, was passiert, wenn du das das nächste Mal machst", droht er. Und als sein Kind eine Ausrede für die schlechten Noten hervorbringen will, blockt er ab: "Ich will nichts mehr hören!" Der Papa schnappt sich den Jungen, drückt ihm einen Schlagstock in die Hand und fordert ihn auf, den elektronischen Zeitfresser in der Einfahrt kurz und klein zu schlagen. Das Ganze filmt er und stellt es ins Netz.

Zuschauer sind sich einig: Das geht zu weit!

Vor allem über das Mitfilmen sind sich die Zuschauer des Videos einig: Das geht zu weit! Auch wenn viele Eltern sich des Problems bewusst sind, wenn die Kinder zu viel Zeit mit Videospielen oder dem Smartphone verbringen, finden sie diese Lösung brutal, demütigend und vor allem fehlgeleitet. Statt einen für viel Geld gekauften Gegenstand mutwillig zu zerstören, hätte der Vater einfach Playstation-Verbot erteilen können, bis die Noten besser werden oder die Hausaufgaben gemacht sind. Einige Eltern hätten als letzte Konsequenz die Playstation an Kinder gespendet, denen es nicht so gut geht.

Cosby verteidigt seine Entscheidung im Skype-Interview mit RTL. Er habe seinen Sohn vor genau dieser Konsequenz gewarnt. "Natürlich fühle ich mich schlecht, wenn er weint. Aber er muss Regeln befolgen, das ist wichtig für ihn", erklärt er.

Weniger Gegenwind bekam ein Vater, der seine Tochter acht Kilometer weit zur Schule laufen ließ - nachdem sie mehrfach im Bus andere Kinder gemobbt hatte.

Was tun bei Computerspielsucht?

Die ersten Schritte habe es im Hause Cosby bereits zuhauf gegeben, wie er im Interview erklärt. "Sie leben hier nicht, sie wissen nicht, was ich durchgemacht habe, wie oft ich sie ihm weggenommen habe, wie oft ich ihn gewarnt habe. Es ist als wenn ich auf taube Ohren stoße", klagt der Familienvater. Gerade das Spiel "Fortnite" habe es dem Elfjährigen so angetan, dass es fast schon wie eine Sucht sei.

Dazu raten Erziehungsexperten allerdings, dass Eltern nach den Ursachen für das Verhalten des Kindes suchen sollten. Die Sucht nach Computerspielen wurde 2018 von der WHO offiziell als Krankheit anerkannt. Für Betroffene kann krankhaftes Spielverhalten weitreichende Folgen haben.

Wenn Sie oder Ihr Kind von Computerspielsucht betroffen sind, finden Sie Hilfe beim Fachverband Medienabhängigkeit e.V..