Vater nach Prügelattacke entstellt

Familie kämpft mit Schockbildern um Gerechtigkeit

22. November 2019 - 9:58 Uhr

Sein Kopf fiel zur Hälfte in sich zusammen

Es sind schockierende Bilder, die einen fassungslos zurücklassen. Steven Augustine wurde Opfer eines räuberischen Angriffs, die Ärzte mussten Teile seines Schädelknochens entfernen. Er erlitt dabei das Sinking-Skin-Flap-Syndrom: Sein Kopf fiel zur Hälfte in sich zusammen. Der Angreifer saß für die Tat nur 72 Tage im Knast. Die Familie will für mehr Gerechtigkeit kämpfen und veröffentlicht die Fotos des zweifachen Vaters im Internet. Mehr dazu im Video.

Wenn seine Kinder kommen, muss er weinen

Steven aus Ulster County/New York war am 28. Mai 2018 nach Feierabend auf dem Weg nach Hause, als er plötzlich überfallen wurde. Seine Ärzte sagen, es sei ein Wunder, dass er die Attacke überhaupt überlebt hat. Schädelbasisbruch, Nasenbeinbruch, seine Lippe war halb abgerissen. In den ersten Tagen war unklar, ob Steven diese Gewalttaten überlebt. Doch Familie und Ärzte kämpfen erfolgreich um sein Überleben. Seitdem liegt der zweifache Vater gelähmt im Krankenhaus, kann nur durch Blinzeln kommunizieren, muss künstlich beatmet werden. Wenn seine beiden Söhne zu Besuch kommen, weint er schluchzend. Michael (7) und Steven Junior (11) weinen auch jedes Mal, weil sie ihren Vater so sehr vermissen, erzählt Stevens Mutter Donna (57) der britischen Tageszeitung "The Sun".

Teile von Stevens Schädelknochen mussten entfernt werden

Die Ärzte mussten bei der Operation Teile seines Schädelknochens entfernen. An dieser Stelle wird sein Gehirn nur noch von Hautgewebe geschützt. Zweimal haben die Chirurgen bereits versucht, Metallplatten als Schädelersatz anzubringen - doch beide Male kam es zu einer lebensgefährlichen Infektion. Die Hoffnung ist jetzt, dass eine Plastik-Platte als Schädelknochen-Ersatz funktionieren kann.

Täter bereits wieder auf freiem Fuss

Die Familie geht mit den schrecklichen Bildern jetzt an die Öffentlichkeit, weil der Täter Charles L. Miles vom Gericht nur für ein einfaches Vergehen zu einem Jahr Haft verurteilt wurde. Nach 72 Tagen konnte er das Gefängnis schon wieder als freier Mann verlassen.

Der Bezirksstaatsanwalt hatte argumentiert, der Täter habe in der Auseinandersetzung keinen ernsthaften Schaden anrichten wollen. Die Verletzungen an Stevens Kopf seien Resultat eines einzelnen Faustschlages gewesen, die schwere Verletzung resultiere von dem Aufschlag auf dem Boden, nachdem Steven rückwärts hingefallen sei.

Familie hat einen Verdacht: Ist der Täter Polizei-Informant?

Stevens Mutter Donna ist entsetzt: "Die Krankhausakten zeigen eindeutig, dass Stevens Verletzungen von stumpfer Gewalteinwirkung herrühren, die nur mit einem Baseballschläger oder Ähnlichem möglich wären." Ihr Verdacht: Bei dem Täter Charles L. Miles handele es sich um einen Informanten, er habe eine Akte voller Gewalttaten, werde aber von der Polizei geschützt, weil er zu wertvoll sein.
 
Mittlerweile hat die Familie bei GoFundMe einen Spendenaufruf gestartet, um Geld für die nächste Operation einzusammeln. Auch eine New Yorker Behörde wird sich an den Kosten beteiligen. Die Familie betet nun, dass der nächste Versuch, seinen Schädel zu ersetzen, erfolgreich gelingt.