Richter fällt Urteil: 212 Jahre Haft für "teuflischen Plan"

Mann ertränkt autistische Söhne (8 und 13), um Versicherung zu betrügen

Polizeibeamte am 10. April 2015 an der Stelle, wo ein Auto im Bezirk San Pedro in Los Angeles in das Hafenbecken stürzte. Ein Vater wollte so seine Familie umbringen.
Polizeibeamte am 10. April 2015 an der Stelle, wo ein Auto im Bezirk San Pedro in Los Angeles in das Hafenbecken stürzte. Ein Vater wollte so seine Familie umbringen.
© picture alliance / AP Photo | Nick Ut

12. März 2021 - 16:07 Uhr

Mörder wollte auch seine Frau umbringen

Deutlicher kann ein Urteil nicht ausfallen: 212 Jahre Haft für einen "habgierigen, brutalen Mörder", der einen "teuflischen Plan hatte. Ein Mann in den USA ertränkte seine zwei autistischen Söhne (8 und 13), um Geld von Versicherungen abzukassieren. Eigentlich wollte er auch seine Frau töten, sie überlebte jedoch.

Los Angeles: Mit dem Auto absichtlich in Hafenbecken gefahren

In diesem erschütternden Fall von Versicherungsbetrug verhängte Bundesrichter John F. Walter die Höchststrafe gegen den 45-jährigen Mörder. Er sei "der ultimative Betrüger und ein notorischer Lügner", zitieren Medien den Richter. Leid tue dem Mörder nur eines: dass er aufgeflogen ist.

Der Mann hatte mehrere Lebens- und Unfalltodversicherungen für die fünfköpfige Familie abgeschlossen. Im April 2015 fuhr er absichtlich mit seinem Auto von einem Hafendock bei Los Angeles ins Wasser, um seine Ex-Ehefrau und die beiden 8 und 13 Jahre alten autistischen Söhne zu töten und deren Prämien zu kassieren.

Mord-Vater wollte sich 2,5 Millionen Euro erschleichen

Der Mörder brachte sich in Sicherheit, die Mutter, eine Nicht-Schwimmerin, wurde von Fischern gerettet. Die beiden schwerbehinderten Jungen, die angeschnallt im Auto saßen, hatten keine Chance. Sie ertranken, als das Auto im Hafenbecken versank. Der dritte Sohn des Paares war nicht mit im Wagen.

Der Mann gab an, es sei ein Unfall gewesen. 2018 wurde er festgenommen und ein Jahr später wegen Betrugs und Geldwäsche schuldig gesprochen. Jetzt fiel das Urteil. Laut "Los Angeles Times" hatte er Versicherungen bei acht Unternehmen abgeschlossen, Gesamtwert mehr als 2,5 Millionen Euro. Wie das Blatt weiter berichtet, kaufte er sich von dem ergaunerten Geld unter anderem ein Boot und Immobilien.