USA: Schwules Paar muss Plätze im Flugzeug aufgeben – für ein heterosexuelles Paar

Skandal an Bord eines Flugzeugs von "Alaska Airlines".
Skandal an Bord eines Flugzeugs von "Alaska Airlines".
© iStockphoto, Michael Rosebrock

03. August 2018 - 16:23 Uhr

Shitstorm gegen "Alaska Airlines"

Dieser Vorfall hat einen großen Aufschrei im Netz verursacht: Bei einem Flug von New York nach Los Angeles drohten Mitarbeiter von "Alaska Airlines" einem schwulen Pärchen mit dem Rausschmiss aus dem Flugzeug. Der Grund: Sie sollten Platz für ein heterosexuelles Paar machen, das zusammensitzen wollte.

David Cooler macht sich via Twitter Luft

Bei dem schwulen Pärchen handelte es sich um David Cooler, den Besitzer der bekannten Schwulenbar "The Abbey" in New York, und seinen Partner. Nach dem skandalösen Vorfall ließ David seiner Wut auf Twitter freien Lauf. "Ich wurde beim Reisen noch nie so diskriminiert", schrieb der Barbesitzer bei Twitter. Sein Freund sei vor dem Abflug vom Bordpersonal dazu aufgefordert worden, den ihm zugewiesenen Premium-Platz zu verlassen, weil ein heterosexuelles Paar den sechsstündigen Flug nicht getrennt angehen wollte.

Selbst nachdem David erklärt habe, dass auch er und sein Freund ein Paar seien, habe das Personal nicht nachgegeben und stellte die beiden vor die Wahl: Entweder ein Platzwechsel in die Economy Class oder raus aus dem Flugzeug. Weil sie sich die Demütigung nicht gefallen lassen wollten, verließen sie schließlich die Maschine. "Ich kann nicht glauben, dass eine Fluglinie heutzutage ein heterosexuelles Paar so bevorzugt behandelt", schrieb David fassungslos.

"Alaska Airlines" entschuldigt sich

Zwei Tage nach Davids Wut-Tweet reagierte "Alaska Airlines" auf die Vorwürfe – und entschuldigte sich bei dem Pärchen. "Der unglückliche Vorfall wurde durch eine Sitzplatzverwechslung im vollen Flugzeug verursacht. Es ist unsere Richtlinie, Familien zusammensitzen zu lassen, wann immer es möglich ist", rechtfertigt sich die Fluglinie. "Alaska Airlines" habe eine "Null-Toleranz-Politik bei Diskriminierung jeglicher Art".

Das Unternehmen hat sich bei dem schwulen Paar persönlich entschuldigt und die Ticketpreise komplett erstattet. Auf Twitter verkündete David, dass er die Entschuldigung annimmt. Doch der Skandal gerät wohl nicht so schnell in Vergessenheit.