USA schalten sich in Hacker-Streit zwischen Google und China ein

15. Februar 2016 - 11:30 Uhr

Die USA haben sich in den Streit zwischen Google und China wegen eines Hackerangriffs auf den US-Internetgiganten eingeschaltet. Das US-Außenministerium bat die chinesische Regierung, die jüngsten Anschuldigungen Googles gegen die Volksrepublik zu untersuchen. "Wir haben den Chinesen unsere Bedenken über die Anschuldigungen mitgeteilt und sie ersucht, diesen nachzugehen", sagte Außenamtssprecher Mark Toner zu Journalisten. Weitere Details nannte er nicht.

Vermutlich in China ansässige Computer-Hacker hatten am Mittwoch Google zufolge Hunderte E-Mail-Konten des weltgrößten Suchmaschinenbetreibers angegriffen. Die Datendiebe sollen demnach auch Mitarbeiter der Washingtoner Regierung sowie chinesische Menschenrechtler ins Visier genommen haben. Die Regierung in Peking wies die Vorwürfe am Donnerstag empört zurück. Damit geht der Internet-Konflikt zwischen Google und China in eine neue Runde. Bereits 2010 hatte Google einen Hacker-Angriff aus China gemeldet.