USA rüffeln iranische Infoblockade über Ägypten

15. Februar 2016 - 11:28 Uhr

Das Weiße Haus in Washington hat der iranischen Regierung vorgeworfen, aus Angst vor Unruhen im eigenen Volk eine Informationsblockade über die Vorgänge in Ägypten verhängt zu haben. Das Regime in Teheran habe den Zugang zu internationalen Medien gesperrt und Bürger verhaftet, um die Bevölkerung über den Rücktritt des ägyptischen Staatschefs Husni Mubarak im Dunkeln zu lassen, sagte Regierungssprecher Robert Gibbs.

Die iranische Regierung solle den Bürgern die gleiche Freiheit, sich friedlich zu versammeln und zu demonstrieren, erlauben wie es in Ägypten der Fall war, sagte Gibbs weiter. Er bezog sich damit auf die Massendemonstrationen 2009 in Teheran, die blutig niedergeschlagen wurden.

Die Ausstrahlung des britischen Senders BBC im Iran war gestört worden, nachdem der Sender zuvor umfangreich über die Unruhen in Ägypten berichtet hatte. Seit Donnerstagabend sei die Übertragung des persischen TV-Angebotes unterbrochen, teilte die BBC mit. Satelliten-Techniker hätten eindeutig herausgefunden, dass die Störung aus dem Iran komme.