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USA: Roboter-Arzt auf Visite - Ferndiagnose durch Mediziner

USA: Roboter-Arzt auf Visite - Ferndiagnose durch Mediziner

Fernsteuerung durch einen Arzt

Ärzte auf Rädern. Im kalifornischen Carmichael gibt es das: Einen Roboter mit Internetanschluss, ferngesteuert von einem Mediziner, der ganz woanders sitzt. Und dieser untersucht Patienten per Ferndiagnose.

Die so genannte Tele-Medizin funktioniert per Videokonferenz. Der Patient sieht den Arzt, der Arzt den Patienten. Er kann mit ihm sprechen, ihm etwa mit Hilfe einer Krankenschwester sogar Herz und Lunge abhören - ganz gleich, wie weit er gerade entfernt ist.

"Patienten, die sonst keinen Zugang etwa zu Schlaganfall-Neurologen hätten, wird das hierdurch ermöglicht. Wir können Notaufnahmen in ganz Kalifornien versorgen und die Patienten überall mit den besten Spezialisten zusammenbringen", so Dr. Ala Shatzel, Direktor des 'Mercy Telehealth Network'.

Auch deutsche Krankenhäuser testen inzwischen den Digital-Doktor. In Merseburg holen sich Ärzte so Unterstützung von Kollegen aus anderen Teilen des Landes. Der Roboter-Arzt, der in Kalifornien ja sogar durch die Gegend fährt, ist äußerst flexibel. Denn der, der ihn steuert, kann am anderen Ende der Welt sitzen und überall Patienten untersuchen.

Außerdem ist er der wohl einzige Mediziner, der einen eigenen Parkplatz mitten im Krankenhaus hat.