Brian Stanley muss 60 Tage ins Gefängnis

Priester in den USA verurteilt - weil er Jugendlichen in Luftpolsterfolie wickelte

Priester in den USA verurteilt
Brian Stanley wurde zu 60 Tagen Gefängnis verurteilt, weil er einen schutzbefohlenen Jugendlichen in Luftpolsterfolie gewickelt haben soll.
Allegan County Sheriff’s Office

Wehrloser Teenager lag eine Stunde in einem Nebenraum

Die Vorwürfe sind schwerwiegend: Im US-Bundesstaat Michigan soll ein Priester einen Jugendlichen in Luftpolsterfolie und Klebeband gewickelt haben. Dann ließ er den hilflosen 17-Jährigen etwa eine Stunde allein in einem Nebenraum seiner Kirche liegen. Dafür wurde der 57-Jährige aus Coloma nun wegen Freiheitsberaubung zu 60 Tagen Gefängnis verurteilt, wie amerikanische Medien berichteten.

Anklage: Übergriff des Priesters war sexuell motiviert

Der Jugendliche hatte den Priester eigentlich aufgesucht, um sich seelischen Beistand zu holen. Doch der Geistliche Brian Stanley nutzte die Situation offenbar schamlos aus. Er packte den Teenager in Folie – auch Augen und Mund des Opfers waren bedeckt.

Der Priester äußerte sich während der Verhandlung nicht dazu, warum er das getan hat. Die Anklage geht aber davon aus, dass Stanley aus sexuellen Motiven handelte. Darum wird sein Name jetzt auch 15 Jahre lang in einem öffentlichen Register für Sexualstraftäter geführt.

Ermittlungen kamen erst Jahre später ins Rollen

Sein Anwalt sagte der Nachrichtenagentur AP, dass er bereue, was er damals getan habe. Stanley sei nach dem Vorfall auch in Behandlung gewesen. Der Übergriff passierte bereits 2013. Die Ermittlungen gegen den Priester kamen aber erst ins Rollen, als die Beamten Akten der zuständigen Diözese in Kalamazoo (Michigan) prüften.