USA: Kim Jong Un "bettelt um Krieg" – Nordkorea nennt Atomtest "Geschenkpaket" an die Amerikaner

5. September 2017 - 16:42 Uhr

Nordkorea verspricht weitere "Geschenkpakete"

Nach den jüngsten Atomtests Nordkoreas setzt Pjöngjang jetzt weiter auf Eskalation. Der UN-Botschafter des Landes, Han Tae Song sagte heute in Genf, Pjöngjang habe mit den Tests "Geschenkpakete" für die USA geschnürt. Und er drohte an: "Die USA werden weitere Geschenkpakete von meinem Land erhalten, solange sie auf unverantwortliche Provokationen und nutzlose Versuche setzen, Druck auf die Volksrepublik Korea auszuüben."

USA: Die Geduld unseres Landes ist nicht grenzenlos

Die USA hatten schon in der Nacht härtere Sanktionen gegen Nordkorea gefordert. Washingtons UN-Botschafterin Nikki Haley will dem UN-Sicherheitsrat einen Katalog an Maßnahmen vorlegen, über den dann schon am Montag entschieden werden soll.

Angesichts möglicher weiterer Raketenstarts Nordkoreas sei höchste Eile geboten, so Haley. Pjöngjangs Machthaber Kim Jong Un "bettelt um Krieg". Haley machte aber auch deutlich, dass Krieg nie etwas wäre, was die USA anstreben würden. Dennoch: "Die Geduld unseres Landes ist nicht grenzenlos."

China: "Wir werden niemals Chaos und Krieg auf der koreanischen Halbinsel erlauben."

China und Russland hingegen riefen dazu auf, trotz der neuen Provokationen Nordkoreas einen kühlen Kopf zu bewahren. Dem Wunsch nach verschärften UN-Sanktionen erteilte der russische Präsident Wladimir Putin bereits eine Absage. Er bezeichnete die Maßnahmen am Dienstag als "sinnlos". Chinas UN-Botschafter Liu Jieyi mahnte eine friedliche Lösung des Konfliktes an. "Wir werden niemals Chaos und Krieg auf der koreanischen Halbinsel erlauben."