Ihr eigener Mann zeigte sie an

USA: Frau (31) täuscht Krebs-Erkrankung vor, um Spenden abzugreifen

8. November 2019 - 14:14 Uhr

Jessica Ann Smith täuschte Darmkrebs-Diagnose vor

Das ist an Dreistigkeit kaum zu überbieten: Jessica Ann Smith aus Chester Springs im US-Bundesstaat Pennsylvania hat eine Krebserkrankung vorgetäuscht – und sich so Tausende Dollar an Spendengeldern ergaunert. Das berichten US-Medien. Die 31-Jährige habe die Hilfsbereitschaft ihrer Mitmenschen schamlos ausgenutzt, sagt die örtliche Bezirks-Staatsanwaltschaft. Wie Jessica Smith ihre Lüge in Interviews schamlos verbreitete – im Video.

Um den Fake echt wirken zu lassen: Jessica Smith rasierte sich den Kopf

Die angebliche Schock-Diagnose: Darmkrebs. Jessica Smith startet einen Spendenaufruf, teilt ihn auf Facebook. Sie brauche finanzielle Unterstützung, um die Therapie zu finanzieren, behauptet die 31-Jährige. "Sie hat die Leute glauben lassen, dass sie eine schlimme Krebs-Diagnose bekommen habe", so der kommissarische Bezirks-Staatsanwalt Mike Noone. "Aber Tatsache ist: Sie hat nie Krebs gehabt."

Jessica Smith gibt sich Mühe, den Fake echt wirken zu lassen. Sie macht Selfies im Krankenhaus, zeigt sich angeblich selbst während der Chemotherapie. Dass sie auf den Fotos tatsächlich nur eine simple Eisen-Infusion wegen Blutarmut bekommt, ahnt zunächst noch niemand. Später rasiert sie sich den Kopf, lässt sich wegen Schmerzen und Übelkeit krankschreiben – um die körperlichen Strapazen einer Chemo glaubhaft erscheinen zu lassen.

Krebs-Hochstaplerin überführt: Ihr eigener Mann ging zur Polizei

Pennsylvania: Jessica Ann Smith aus Chester Springs gab vor, Krebs zu haben, um sich Spenden zu erschleichen.
Um ihre angebliche 'Krebs-Erkrankung' echt wirken zu lassen, rasierte sich Jessica Ann Smith (31) sogar den Kopf.
© abc

Monatelang spielt sie der Welt eine schlimme Krebs-Erkrankung vor, sammelt mehr als 10.000 Dollar an Spenden – von Juli bis Ende September. Dann aber fliegt die Lügengeschichte schließlich doch noch auf – ausgerechnet dank ihres Ehemanns. Der wittert nämlich Ungereimtheiten, meldet sich bei der Polizei.

Ihm schwant, seine Frau habe das alles womöglich nur erfunden. Er behält Recht: Das Krankenhaus, in dem sich die 31-Jährige angeblich wochenlang therapieren ließ, weiß nichts von einer Darmkrebs-Diagnose. Jetzt muss sich die dreiste Lügnerin vor Gericht verantworten, ihr droht eine Haftstrafe. Die Spenden werden alle zurückgezahlt.