Tesla-Produktion trotz Corona-Verbot

Elon Musk will notfalls in den Knast

Trotz coronabedingter Einschränkungen will Tesla-Chef wieder Autos produzieren.
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12. Mai 2020 - 10:47 Uhr

Tesla-Streit mit Behörden eskaliert

Trotz coronabedingter Einschränkungen will Tesla-Chef Elon Musk die Produktion im Hauptwerk in Kalifornien wieder hochfahren – und dafür notfalls in den Knast gehen. Er werde selbst an der Produktionslinie sein, schrieb Musk am Montag bei Twitter. "Wenn jemand festgenommen wird, werde ich darum bitten, dass es nur ich bin." Damit eskaliert ein Streit mit den Behörden.

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Ausgehbeschränkungen in kalifornischem Bezirk

Tesla-Werk in Fremont
Elon Musk will die Produktion im Tesla-Hauptwerk in Fremont (Kalifornien) wieder hochfahren - und dafür notfalls in den Knast gehen.
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Im Alameda County, in dem sich das Tesla-Werk in Fremont befindet, gelten weiterhin Ausgehbeschränkungen, die eine Ausbreitung des Coronavirus verhindern sollen. Tesla hatte am Wochenende eine Klage dagegen eingereicht – und Musk hatte gedroht, den Firmensitz des Elektroauto-Herstellers von Kalifornien zum Beispiel nach Texas oder Nevada zu verlegen.

Kaliforniens Gouverneur Gavon Newsom hatte kurz vor Musks Tweet eine Wiederaufnahme der Produktion möglicherweise in der kommenden Woche in Aussicht gestellt. Doch Alameda hatte bereits für sich entschieden, dass der "Shutdown" mit Ausnahme von unerlässlichen Betrieben bis Ende Mai bestehen bleibt. Der Bezirk unterrichtete Tesla am Montag, dass das Werk nur "minimale, wesentliche Grundoperationen" ausführen dürfe, bis ein genehmigter Plan zur Umsetzung von Sicherheitsmaßnahmen zur Eindämmung des Virus vorliege.

Elon Musk spielt Corona-Gefahr herunter

Musk hatte die Coronavirus-Gefahr von Anfang an heruntergespielt und vergangene Woche die Ausgehbeschränkungen im Alameda County als "faschistisch" beschimpft. In Fremont werden die mit Abstand meisten Fahrzeuge von Tesla gebaut, während die Produktion in dem neuen zweiten Werk in China gerade erst hochgefahren wird.

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