USA: Angestellte half Mördern bei Gefängnisausbruch

Bei ihrer Flucht haben die Mörder nur eine Botschaft zurückgelassen.
Bei ihrer Flucht haben die Mörder nur eine Botschaft zurückgelassen.
© dpa, Office Of The Gov

11. Juni 2015 - 15:25 Uhr

Frau schmuggelte Werkzeuge

Zwei Mörder hatten bei ihrer Flucht aus einem Hochsicherheitsgefängnis im US-Bundesstaat New York in der vergangenen Woche wohl Hilfe von einer Angestellten. Die Frau schmuggelte für die beiden Schwerverbrecher die Werkzeuge in die Anstalt, mit denen sie sich den Weg in die Freiheit bohrten, wie Fox News berichtete. Dann habe die Frau allerdings kalte Füße bekommen und den vereinbarten Fluchtwagen nicht bereitgestellt.

Die 51-Jährige habe eine Panikattacke bekommen und sei ins Krankenhaus gefahren, statt das Auto an der verabredeten Stelle zu parken. Das berichtet auch CNN. Die Ermittler haben die Frau demnach aber nur befragt, nicht festgenommen. "Meine Mutter ist kein Mensch, der andere Menschen in Gefahr bringt, in dem er Mördern zur Flucht verhilft", sagte ihr Sohn dem Sender.

Die beiden Männer hatten sich nachts mit schweren Werkzeugen den Weg in die Freiheit gebohrt und waren dann durch die Kanalisation geflüchtet. Sie wussten offenbar auch, was sie hinter der Zellenwand erwartet und wohin die Schächte führen. Auch fünf Tage nach der Flucht, fehlte noch die heiße Spur.

Die 48 und 34 Jahre alten Häftlinge verbüßten in der Clinton Correction Facility in Dannemora nahe der kanadischen Grenze lebenslange Haftstrafen. Der eine hatte einen Mann zu Tode geprügelt, der andere einen Polizisten erschossen. Die beiden gelten als extrem gefährlich. Von der Stadt New York ist die Haftanstalt 500 Kilometer entfernt.