Für drei Millionen Dollar

Trump-Team will teilweise Neuauszählung in Wisconsin beantragen

United States President Donald J. Trump participates in a round table meeting on education in the Cabinet Room of the W
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18. November 2020 - 20:17 Uhr

Biden liegt in Wisconsin 0,62 Prozent vor Trump

Das Team um den abgewählten US-Präsidenten Donald Trump will eine Neuauszählung in zwei Bezirken im Bundesstaat Wisconsin beantragen. Offenbar hofft er immer noch, so das Wahlergebnis zu kippen. In dem nördlichen Bundesstaat setzte sich der Demokrat Biden mit einem Vorsprung von 20.470 Stimmen oder 0,62 Prozent durch. Die Kosten für die teilweise Neuauszählung muss Trump selbst tragen.

Zwei Bezirke sollen neu ausgezählt werden - beide hatte haushoch Biden für sich entschieden

Die Trump-Seite erklärte, es gehe um zwei Bezirke. Sie seien ausgesucht worden, weil es dort die meisten Unregelmäßigkeiten gegeben habe, hieß es. In beiden Bezirken ist Biden haushoch überlegen. Im Dane County liegt er vor Trump mit über 260.185 zu 78.800 Stimmen, im Milwaukee County mit 317.270 zu 134.357 Stimmen.

Komplette Neuauszählung hätte fast acht Millionen Dollar gekostet

Die Kosten einer Neuauszählung würden nur vom Staat getragen werden, wenn der Vorsprung weniger als 0,25 Prozent betragen hätte. Deswegen musste die Trump-Seite knapp drei Millionen Dollar überweisen. Eine Neuauszählung aller Stimmen im Bundesstaat hätte Trumps Wahlkampfteam nach Behörden-Angaben 7,9 Millionen Dollar gekostet.

Trump hält weiterhin an Behauptung fest, es habe Wahlbetrug gegeben

Vor dem Abschluss steht die manuelle Überprüfung der Stimmen in Georgia. Dort lag Biden vor Beginn der Neuauszählung mit rund 14.000 Stimmen vorn. Bei der Kontrolle sei festgestellt worden, dass rund 5.600 ausgezählte Stimmen nicht in die Ergebnisse eingeflossen seien, wodurch sich Bidens Vorsprung um 1.300 Stimmen verkürzt habe, berichtete der TV-Sender Fox News.

Trump behauptet nach wie vor, dass ihm der Wahlsieg durch Wahlfälschungen zu Gunsten des Herausforderer Joe Biden genommen worden sei. Seine Klagen gegen mehrere Bundesstaaten blieben bisher nahezu gänzlich erfolglos.

Quelle: dpa/RTL.de

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