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US-Präsident Trump will Kim Jong-un treffen - Sensation im gefährlichsten Konflikt der Welt

Zugesagt: Trump will Kim Jong Un treffen!
Zugesagt: Trump will Kim Jong Un treffen! Schon im Mai soll der Termin stattfinden 00:49

Treffen zwischen Donald Trump und Kim Jong-un soll schon im Mai stattfinden

Es ist nichts weniger als ein diplomatischer Supercoup, der am Donnerstag um 19.12 Uhr Ortszeit jäh und unerwartet über Washington hereinbrach. Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un hat sich zu einem Treffen mit US-Präsident Donald Trump bereit erklärt. Und der sagte zu. Das Treffen soll schon im Mai stattfinden. Wo? Das ist noch unklar.

Im Nordkorea-Konflikt bleiben viele Fragen weiter offen

Die von Südkorea vermittelte Zusammenkunft hätte historische Dimensionen: Noch nie hat sich ein amtierender US-Präsident mit einem der drei bisherigen Machthaber aus der Kim-Dynastie getroffen, die seit 70 Jahren über die Menschen im Norden der geteilten koreanischen Halbinsel herrscht. Es ist nicht lange her, da schienen die beiden zutiefst verfeindeten Staaten immer schneller auf eine Wand zuzurasen. Ihr Streit ist der gefährlichste Konflikt der Welt, die internationale Gemeinschaft fürchtete eine atomare Eskalation.

Wie hatten sich beide Seiten nicht 2017 gegenseitig überzogen: irre, klein und dick, wahnsinnig, geisteskranker Greis, "little rocket man", kranker junger Hund und feige, Trump drohte mit "Feuer und Zorn" - und das ist nur eine Auswahl.

Sind das jetzt die ersten Anzeichen dafür, dass Kim Jong-un im Streit um das Atom- und Raketenprogramm des Landes die Waffen strecken könnte oder ein Eingeständnis, dass er sich bisher auf einem Holzpfad befunden habe, wie Südkorea und die USA immer wieder behaupten? Viele Fragen bleiben weiter offen.

Das Atomprogramm gilt politisch als Garantie für das Überleben der Führung - auch wenn diese den härtesten Sanktionen unterworfen ist. Militärisch wähnt sich Nordkorea damit unangreifbar. Ziel war es stets, Raketen zu entwickeln, die einen Atomsprengkopf bis auf das Festland der USA tragen können. Nordkorea sieht sich dazu bereits imstande. Washington wird eine feindselige Politik unterstellt.  

Die USA bestehen auf einer vollständigen Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel

Südkoreanische Sondergesandte teilten nach Gesprächen in Pjöngjang Anfang dieser Woche mit, Kim Jong-un habe angedeutet, mit den USA über die Schaffung einer atomwaffenfreien Halbinsel reden zu können. Welche weiteren Gegenleistungen dder Staatschef dafür verlangt, ist noch unklar. Aber er habe bekräftigt, dass er Sicherheitsgarantien für das System wolle, hieß es.

Noch am Donnerstagabend relativierte ein ranghoher Mitarbeiter der Regierung die jüngsten Entwicklungen. Man rede jetzt noch nicht über Verhandlungen. Es sei erstmal nicht mehr als ein Treffen von Angesicht zu Angesicht. Die USA bestünden auf einer vollständigen Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel. Mit weniger werde man sich nicht zufrieden geben. "Das ist das Ergebnis, das die ganze Welt erwartet."

Immer wieder hatte die autokratische Führung in Pjöngjang in den vergangenen Jahren betont, die Nuklearwaffen des Landes seien nicht verhandelbar - auch nicht für Milliarden von Dollar. Die internationale Gemeinschaft kritisierte Pjöngjang dafür, fast alle Ressourcen ins Militär und die Waffenentwicklung zu stecken, während die meisten Menschen des Landes in großer Armut lebten. Kostspielig waren die bisher sechs Atomversuche und die zahlreichen Raketentests. Allein im vergangenen Jahr gab Kim Jong-un den Befehl für mindestens 20 Tests mit ballistischen Raketen, einschließlich dreier Interkontinentalraketen.

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