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US-Präsident Trump macht sich über NBA-Coach lustig: „Wie ein kleiner Junge“

Was ist denn da wieder los?

US-Präsident Trump macht sich über NBA-Coach lustig: „Wie ein kleiner Junge“

US President Donald J. Trump speaks to the media after signing two executive orders on transparency in federal guidance and enforcement in the Roosevelt Room of the White House in Washington, DC, USA, 09 October 2019. Trump used the opportunity to sp
Trump Signs Executive Orders On Transparency In Federal Guidance And Enforcement
Zuma / SplashNews.com

Donald Trump hat seine Gaga-Fehde mit dem US-Sport um ein Kapitel erweitert. Dieses Mal im Spott-Visier des US-Präsidenten: Steve Kerr, der Trainer der Golden State Warriors in der NBA, der besten Basketball-Liga der Welt. "Er konnte nicht einmal die Frage beantworten, er zitterte. Oh oh oh, ich weiß nicht, ich weiß nicht", sagte Trump. "Wie ein kleiner Junge" sei Kerr gewesen. "Sie sprechen schlecht über die USA, aber wenn es um China geht, wollen sie nichts Schlechtes sagen."

Was war denn da schon wieder los?

Es geht um einen Streit, der allein schon verrückt genug ist. Für die NBA ist China ein wichtiger Markt, auf dem es Milliarden zu verdienen gibt. Unter anderem die Houston Rockets sind ein wichtiges Zugpferd im Reich der aufgehenden Sonne, weil früher einmal der Chinese Yao Ming dort spielte. Ausgerechnet der Rockets-Manager Daryl Morey teilte bei Twitter ein Bild mit den Worten: "Fight for Freedom - Stand with Hong Kong", zu Deutsch: Kämpft für die Freiheit, unterstützt Hongkong.

Das Teilen des Anti-China-Posts löste ein sportpolitisches Erdbeben aus. Der chinesische Basketball-Verband kündigte die Zusammenarbeit mit den Rockets, der Staatssender CCTV zeigte ein Vorbereitunggspiel-Spiel der Rocktes nicht.

Verzwickte Lage

Für die NBA geht es um eine Menge Geld, die Lage ist verzwickt, denn in der Heimat, das betont Liga-Boss Adam Silver immer wieder, steht die Liga für Gleichheit, Respekt und freie Meinungsäußerung. Auf der andere Seite will die Liga es sich in China nicht verscherzen. Deswegen bekamen die Spieler der Brooklyn Nets und Los Angeles Lakers bei ihrem Spiel in Shanghai erst einmal einen Maulkorb verpasst. Meinungsfreiheit sieht anders aus.

"Es ist eine wirklich bizarre internationale Geschichte", sagte Steve Kerr. Trump, der sich zuletzt unter anderem mit Fußballerin Megan Rapinoe angelegt hatte, will beim Lösen des Konflikts nicht helfen.