Nach Angriff auf saudische Öl-Anlage

Trump will Krieg mit Iran vermeiden

US-Präsident Donald Trump will keinen Krieg mit dem Iran.
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18. September 2019 - 10:57 Uhr

Suche nach dem Schuldigen

Mehrere Drohnenangriffe auf die größte Ölraffinerie in Saudi-Arabien haben einen drastischen Produktionseinbruch verursacht. Auf der Suche nach den Urhebern der Angriffe zeigt US-Präsident Donald Trump mit dem Finger in Richtung Iran. Er kündigte an, Saudi-Arabien zu unterstützen – Krieg wolle er aber nicht.

Trump: Der Angriff "könnte mit einem viel, viel größeren Angriff erwidert werden"

"Es sieht danach aus", dass der Iran hinter den Angriffen stecke, sagte Trump am Montag im Weißen Haus in Washington. Er betonte zugleich, dass die USA keinen Krieg mit Teheran wollen. "Wir müssen definitiv herausfinden, wer es getan hat", sagte Trump. Die Untersuchungen dauerten an. "Ich will mit niemandem Krieg." Die Vereinigten Staaten seien aber auf einen Konflikt vorbereitet. "Das war ein sehr großer Angriff. Er könnte von unserem Land sehr leicht mit einem viel, viel größeren Angriff erwidert werden."

Die Angriffe am Samstag hatten die Sorge vor einer militärischen Eskalation im Nahen Osten befeuert und den Ölpreis in die Höhe getrieben. Deutschland, Russland und China riefen alle Beteiligten zu Besonnenheit auf.

Huthi übernehmen Verantwortung für die Angriffe

Am Samstagmorgen hatten mehrere Explosionen Anlagen des Saudi-Arabischen Ölkonzerns Saudi Aramco erschüttert. Experten sehen in der Drohnenattacke einen Angriff auf das Zentrum der saudischen Ölindustrie. Die Huthi-Rebellen hatten den Angriff mit zehn Drohnen für sich beansprucht und als "legitime Antwort" auf die anhaltenden Militäraktionen Saudi-Arabiens im Jemen bezeichnet.