„Zu eindimensional, zu lesbar“

Nach Aus bei US Open: Boris Becker stutzt Alexander Zverev zurecht

Davis Cup Deutschland - Ungarn
Davis Cup Deutschland - Ungarn
© dpa, Arne Dedert, ade tba

05. September 2019 - 14:34 Uhr

Nach seinem enttäuschenden Aus bei den US Open nun auch noch das: Tennis-Ikone Boris Becker nimmt sich die deutsche Nummer eins Alexander Zverev ordentlich zur Brust. "Er hat sich in den letzten 18 Monaten als Spieler nicht verbessert", sagte Becker bei Eurosport.  "Für mich ist das Spiel zu eindimensional, zu lesbar für den Gegner."

17 Doppelfehler

Becker, Herren-Boss im deutschen Tennis-Bund, sieht sich als Mentor für den 22-Jährigen, der gegen den Argentinier Diego Schwartzmann den Einzug ins Viertelfinale der US Open klar verpasste (6:3, 2:6, 4:6, 3:6). Besonders gravierend: die erneuten Probleme des Hamburgers mit dem zweiten Aufschlag. "17 Doppelfehler sprechen Bände", sagte Becker.

Zverev sieht's ganz anders

Völlig anders hörte sich Zverevs Fazit nach dem Match an: "Ich habe schwere Matches gewonnen, ich habe besser gespielt, mein Tennis hat sich verbessert. Das ist das Positive, das ich mitnehme", sagte er. Ob er auf Beckers Worte hören wird? Nach der Trennung von Coach Ivan Lendl im Vorfeld des Turniers wird Zverev erst einmal weiter von seinem Vater Alexander senior betreut werden. "An meinem Team wird sich nichts ändern", sagte der ATP-Champion.