US-Häftling erhielt bei Hinrichtung 15-fache Giftdosis

Joseph Wood soll bei seiner Hinrichtung in Arizona die 15-fache Giftdosis gespritzt worden sein.
Joseph Wood soll bei seiner Hinrichtung in Arizona die 15-fache Giftdosis gespritzt worden sein.
© dpa, Arizona Department Of Correction

03. August 2014 - 11:52 Uhr

Dem kürzlich in US-Bundessaat Arizona hingerichteten Joseph Wood ist anscheinend eine 15-fache Giftdosis eingespritzt worden, weil die vorgeschriebene Menge nicht wirkte. Der 55-jährige Häftling war nach einem fast zweistündigen qualvollen Todeskampf an einem Herzinfarkt gestorben – ein Fall, der die Diskussion über die Todesstrafe in den USA neu entfacht hatte.

Bei der Hinrichtung am 23. Juli war ein Mix aus dem Schmerzmittel Hydromorphon und dem Beruhigungsmittel Midazolam verwendet worden. Wie Woods Anwälte laut 'New York Times' mitteilten, liegt die vorgeschriebene Menge bei je 50 Milligramm. Dem Verurteilten seien nach dem veröffentlichten Exekutionsprotokoll aber 15 einzelne Dosen der Mischung eingespritzt worden, das heißt insgesamt 750 Milligramm. Wood war 1991 wegen zweifachen Mordes zum Tod verurteilt worden. Nach Zählungen des Death Penalty Information Center gab es seit 1976 in den USA bei mindestens 44 Hinrichtungen ernsthafte Probleme.