US-Gefängnis: Illegale Lieferung per Drohne verhindert

Zwei Männer haben versucht, mit einer Drohne Drogen und Pornos in ein US-Gefängnis zu schmuggeln. Motivbild
Zwei Männer haben versucht, mit einer Drohne Drogen und Pornos in ein US-Gefängnis zu schmuggeln. Motivbild
© dpa, Julian Stratenschulte

26. August 2015 - 11:35 Uhr

Gefangener erwartete Drogen, Pornos und Waffe

Ein Häftling, der im Cumberland-Gefängnis in US-Bundesstaat Maryland einsitzt, wollte sich Drogen, Pornos und Waffen beschaffen. Um nicht erwischt zu werden, wollte er sich die illegalen Güter per Drohne von zwei Komplizen liefern lassen. Das berichtete die Zeitschrift 'Spiegel'. Zu seinem Pech bekamen die Behörden Wind von der Aktion und verhinderten die Auslieferung der Bestellung.

Die beiden Männer, die die Gegenstände ins Gefängnis schmuggeln wollten, wurden von der Polizei in der Nähe der Haftanstalt an einer Straße entdeckt. In dem Auto der beiden fanden die Beamten die Drohne. Sie hatten offenbar vor, synthetisches Marihuana, Pornos, Schmerzmittel, Tabak und eine Pistole über die Gefängnismauern zu fliegen.

"Das ist das erste Mal, dass in Maryland eine Drohne bei einem Gefängnisschmuggel eingesetzt werden sollte", sagte Behördensprecher Stephen Moyer laut 'Spiegel'-Bericht. Die beiden Männer im Alter von 25 und 29 wurden nach dem Fund vom Samstag festgenommen, ein Häftling muss mit einer Strafanzeige rechnen. Auch in Deutschland hat es vor zwei Monaten einen ähnlichen Fall gegeben.

Vier Unbekannte wollten mit einer Drohne vier Handys in das Gefängnis Heimsheim in Baden-Württemberg schmuggeln. Ein Beamter hatte die abgestürzte Drohne im Juni zwischen dem Außenzaun und der Mauer der JVA gefunden, sagte Anstaltsleiter Hubert Fluhr. An dem Fluggerät habe sich ein Behälter befunden, in dem die vier Handys waren. Ähnliche Schmuggelversuche mit Drogen hatte es etwa in Bremen und Hamburg gegeben.