US-Drogenbehörde greift im großen Stil Telefondaten ab

US-Drogenfahnder haben laut einem Zeitungsbericht seit Jahren noch mehr Telefondaten von Amerikanern ausgewertet als der Geheimdienst NSA. Wie die 'New York Times' berichtete, hätten die staatlichen Fahnder im Rahmen eines Drogenbekämpfungsprogramms seit mindestens sechs Jahren Zugang zu einer gigantischen Datenbank des Telefonanbieters AT&T.

Dadurch könnten sie auf eine ausgiebige Sammlung von Telefondaten seit dem Jahr 1987 zugreifen - auch wenn diese nicht von AT&T-Kunden geführt, sondern nur über das Netz des Konzerns durchgeleitet worden seien. Die nach US-Recht legale Zusammenarbeit der Behörden mit dem Telefongiganten im Rahmen des sogenannten 'Hemisphere'-Projekts lasse sich die Regierung etwas kosten: Sie zahle AT&T dafür, dass der Konzern zahlreichen Büros der Behörde (DEA) Fachkräfte zur Verfügung stelle.