US-Behörde will Zulassung von Mercks MS-Pille schnell prüfen

15. Februar 2016 - 12:16 Uhr

Der Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck kann mit einer baldigen Entscheidung über eine Zulassung seiner Multipe-Sklerose-Tablette Cladribin in den USA rechnen. Die US-Gesundheitsbehörde FDA habe den Antrag zur Zulassung von Cladribin als Therapie der schubförmigen Multiple Sklerose (MS) angenommen und ein beschleunigten Verfahren zugesagt, erklärte der Darmstädter Konzern.

Eine Entscheidung der FDA sei bereits im vierten Quartal 2010 zu erwarten. Merck hat bei der FDA einen zweiten Anlauf genommen, nachdem die Behörde einen ersten Antrag 2009 nicht angenommen hatte.

Merck liefert sich ein Wettrennen mit dem Schweizer Pharmariesen Novartis um die erste Tablette zur Behandlung der bislang unheilbaren Krankheit. Im wichtigen US-Markt hat Novartis mit seiner Tablette Gilenia die Nase vorn. Kürzlich empfahl ein Beraterausschuss der Gesundheitsbehörde FDA das Mittel zur Zulassung. Mit den neuen Pillen könnten viele MS-Patienten ohne das unangenehemen Spritzen auskommen. Analysten rechnen deshalb mit Milliardenumsätzen auf diesem Markt.