RTL/n-tv Frühstart

Urwahl über CDU-Kanzlerkandidatur? AKK betont „gute Gründe“ dagegen

8. Oktober 2019 - 8:44 Uhr

Im Video: Annegret Kramp-Karrenbauer reagiert auf Vorschlag der Jungen Union

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer besucht die Bundeswehr-Soldaten in Mali. Ihr Amt als Chefin der Truppe sei "kompliziert, aber wunderschön", erklärt AKK im RTL/n-tv Frühstart. Ihre Beliebtheitswerte in der Bevölkerung sinken seit Amtsantritt allerdings. Und auch aus den eigenen Reihen kommt Gegenwind - in der Frage nach der Merkel-Nachfolge. Traditionell haben CDU-Chefs ein Vorrecht auf die Kanzlerkandidatur. Doch die Junge Union (JU) bringt eine Urwahl - wie sie bei der SPD üblich ist - ins Spiel. Wie AKK im Interview mit RTL-Korrespondent Lothar Keller darauf reagiert, sehen Sie im Video.

AKK im Frühstart: „Union hat bisher mit guten Gründen gesagt, dass sie diesem Weg nicht folgt“

Die CDU-Chefin lässt der JU-Vorschlag offenbar kalt. Die Junge Union sei schon immer frei darin gewesen, eigene Anträge zu stellen, betont Kramp-Karrenbauer. Nach einer Abstimmung auf dem Deutschlandtag der Jugendorganisation müsse möglicherweise eine Debatte geführt werden. Doch AKK lässt zwischen den Zeilen ihre Meinung zur CDU-Kanzler-Urwahl durchblicken: "Die Union hat bisher mit guten Gründen gesagt, dass sie diesem Weg nicht folgt."

Annegret Kramp-Karrenbauer besucht Mali-Mission der Bundeswehr

07.10.2019, Mali, Koulikoro: Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU), Bundesverteidigungsministerin, spricht während einer Übung der malischen Streitkräfte im Ausbildungszentrum in Koulikoro mit einem belgischen Soldaten. Die Bundesverteidigungsministerin b
Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer lässt sich ein Ausbildungscamp in Mali zeigen
© dpa, Arne Immanuel Bänsch, arb axs

Die Bundeswehrmission in Mali verteidigt die zuständige Ministerin und sagt, die Situation in Mali und im Niger sei "entscheidend" für die Sicherheitslage in Europa. "Beide Länder sind Drehscheiben für Terrorismus, illegale Migration und organisierte Kriminalität. Damit stellen sie eine Zone dar, in der Sicherheitsrisiken für Deutschland und Europa entstehen können", sagte die CDU-Chefin der RTL/n-tv Redaktion.

Sie verteidigte den Einsatz gegen den Vorwurf der Wirkungslosigkeit. "Wenn sich die internationale Gemeinschaft aus der Sahel-Zone zurückzieht, wer stoppt dann die Ausbreitung des Terrors, wer stoppt illegale Migrantenströme? Wir haben ein ureigenes Interesse, hier zu sein." Ihrem Ministerium berichteten die Soldaten, dass der Einsatz Wirkung zeige. Zugleich räumte Kramp-Karrenbauer ein, dass einzelne Projekte bisher nicht funktionierten. "Die Armeen hier müssen stärker zusammenarbeiten." Zu gemeinsamen Grenzkontrollen, die vereinbart worden seien sagte sie: "Das ist eine Aufgabe, die nicht so funktioniert, wie sie funktionieren soll."