Urteil nach tödlichem Unfall im australischen Freizeitpark

Dreamworld-Betreiber bekennen sich nach Tragödie mit vier Toten schuldig

29. September 2020 - 9:25 Uhr

Anlagen sollen nicht gesichert und überprüft worden sein

Die Betreiber des australischen "Dreamworld"-Freizeitparks haben sich wegen des Todes von vier Gästen bei einem Wildwasserbahn-Unfall im Jahr 2016 schuldig bekannt. Bei der Verhandlung vor einem Gericht in Brisbane geht um drei Vorwürfe im Zusammenhang mit der Tragödie. So werden die Betreiber vor allem beschuldigt, die Anlagen nicht genügend gesichert und instandgehalten zu haben. In der vergangenen Woche war Anklage erhoben worden.

Unglücksbahn des Dreamworld-Parks wurde abgerissen

Der Anwalt der Muttergesellschaft Ardent Leisure, Bruce Hodgkinson, habe vor Gericht erklärt, dass sich das Unternehmen in allen Punkten schuldig bekenne, berichtete der australische Sender ABC am Mittwoch. Die Höchststrafe für jeden Anklagepunkt beträgt 1,5 Millionen australische Dollar (920.000 Euro).

Wegen einer Fehlfunktion bei der Wildwasserbahn "Thunder River Rapids" waren vor vier Jahren zwei Männer und zwei Frauen in dem Park im Bundesstaat Queensland ums Leben gekommen. Zwei der Opfer wurden aus ihrem Floß herausgeschleudert, zwei weitere wurden unter Wasser eingeklemmt. Der Park wurde nach dem Unglück für einige Monate geschlossen, die Unglücksbahn wurde abgerissen.