5. Juni 2018 - 18:39 Uhr

35-Jähriger vergewaltigte und tötete seine Ex-Nachbarin

Nach dem Sexualmord an der 22 Jahre alten Stefanie in Weißensberg bei Lindau in Bayern ist der ehemalige Nachbar des Opfers zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Landgericht Kempten entschied außerdem, dass der wegen einer Vergewaltigung vorbestrafte Mann nach Verbüßen seiner Strafe in Sicherungsverwahrung muss.

Eigentlich wollte er sich an seiner Ex-Freundin vergehen

Zusätzlich verdonnerte das Gericht den 35-Jährige dazu, rund 100.000 Euro Schmerzensgeld und Schadenersatz an die Eltern des Opfers zu zahlen. Der Angeklagte hatte seine ehemalige Nachbarin vergewaltigt und durch Ertränken in der Badewanne umgebracht.

Nach Überzeugung der Strafkammer wollte sich der Mann eigentlich an seiner ehemaligen Lebensgefährtin vergehen. Deswegen fuhr er zu der Wohnung, wo das Paar früher gemeinsam lebte. Die Ex-Freundin traf er aber nicht an, dafür aber zufällig die Nachbarin. Der Rechtsanwalt der Eltern sprach von einem "Stellvertretungsopfer".

Nach dem Verbrechen war der in Deutschland geborene Serbe im Juni 2017 nach Serbien geflüchtet. Nach etwa einem Monat kehrte er aber freiwillig zurück und stellte sich der Kripo, direkt bei der Ankunft wurde der Mann am Flughafen Memmingen verhaftet. Nach Angaben des Verteidigers wäre sein Mandant nicht nach Deutschland zurückgekehrt, wenn er mit einer Anklage wegen Vergewaltigung und Mord gerechnet hätte. Der Mann hatte das Geschehen bei der Polizei und vor Gericht als eine Art Unfall geschildert.