Urteil: Lebenslange Haft für Hassprediger Abu Hamza

Der Hassprediger Abu Hamza.
Der Hassprediger Abu Hamza soll im Jemen an einer Geiselnahme mit vier Toten beteiligt gewesen sein.
dpa, Adrian Dennis

Gebürtiger Ägypter streitet Taten ab

Der Hassprediger Abu Hamza ist von einem New Yorker Gericht zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der 56-Jährige an einer Geiselnahme 1998 im Jemen beteiligt gewesen war, bei der vier Menschen getötet wurden. Außerdem habe er ein Jahr später mitten in den USA ein Terrorcamp errichtet.

Der weißhaarige und weißbärtige Hamza, der nur noch ein Auge und eine Metallkralle anstatt der rechten Hand hat, erschien zur Urteilsverkündung in dunkelblauer Gefängniskluft im Gerichtssaal. Er hatte die Taten stets abgestritten und auf nicht schuldig plädiert. Zuvor hatte der Hassprediger bereits wegen Aufrufs zu Rassenhass und Mordanschlägen in Großbritannien in Haft gesessen. Er hatte im Norden Londons ein islamistisches Zentrum aufgebaut. Nach jahrelangem juristischen Tauziehen war er 2012 an die USA ausgeliefert worden. Bis zuletzt hatte sich der gebürtige Ägypter mit britischem Pass erbittert dagegen gewehrt.