5. Februar 2019 - 20:41 Uhr

Mord aus niedrigen Beweggründen

Das Urteil ist gesprochen: Der Richter am Landgericht Flensburg hat Ahmad S. zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt, weil er seine damals 17-jährige Ex-Freundin ermordet hat.

Mireille und Ahmad S. waren zwei Jahre lang ein Paar. Eine On-Off-Beziehung, immer wieder soll es Streit gegeben haben. Denn Mireille wollte nicht zum Islam konvertieren, kein Kopftuch tragen. Mireille trennte sich. Im März 2018 die Eskalation. Angeblich aus Eifersucht über Mireilles neuen Partner sticht Ahmad S. zu: 14 Mal mit einem Küchenmesser. Ahmad ruft selbst den Notarzt, wird noch am Tattag festgenommen.

„Der Täter kann nach Indizienlage nicht später am Tatort eingetroffen sein, wie er es ausgesagt hat“

Im September 2018, als der Prozess beginnt, bestreitet der abgelehnte Asylbewerber aus Afghanistan noch, seine Ex-Freundin getötet zu haben. Doch die Indizien sind eindeutig. Laut Ahmads Handy war er zum Todeszeitpunkt am Tatort in der Wohnung.

Ahmad fühlte sich im Stolz und seiner Ehre gekränkt

Ahmad S. wird zu lebenslanger Haft wegen Mord aus niederen Beweggründen verurteilt. Das Urteil des Flensburger Richters ist hart, aber angemessen: Ahmad S. habe Mireille kontrolliert, bedrängt, sie nicht als Person sondern als sein Eigentum gesehen. Mindestens 15 Jahre muss er jetzt für den Mord an der damals 17-Jährigen Mireille büßen.