17. Juni 2019 - 14:53 Uhr

Ein Becher Kaffee ruinierte ihren Urlaub

Kaffee ist heiß – das wissen wir natürlich alle! Doch, dass ein Becher des beliebten Heißgetränks sogar einen ganzen Urlaub kaputtmachen kann, musste Anna Ihnken auf besonders schmerzhafte Weise am eigenen Leib erfahren. Nachdem die Stewardess einen Becher Kaffee während eines Lufthansa-Fluges bei Turbulenzen ganz an die Kante ihres Tablett-Tisches stellte, floss das brühend heiße Getränk der Urlauberin in den Schoß. Die Folge: Schlimme Verbrühungen in der Leiste, an der Hüfte und am Oberschenkel. Bilder ihrer Verletzungen zeigen wir im Video. Dort verrät unser Urlaubsretter Ralf Benkö außerdem, wer bei einem solchen Unfall die Schuld trägt.

Das Bordpersonal habe hilflos reagiert

Anna Ihnken war in Begleitung ihrer Verlobten Lena auf dem Weg nach Seattle in den USA. Bei einer Flugzeit von mindestens 12 Stunden ist es vollkommen verständlich, dass sie sich bei der Stewardess einen Kaffee bestellte. Laut Ihnken wurde dieser jedoch trotz einiger Turbulenzen sehr unglücklich vor ihr abgestellt. Noch ehe sie selbst den Becher festhalten konnte, kippte er innerhalb von Sekunden um.

Die Verbrennungen bereiteten der 35-Jährigen schlimme Schmerzen – doch das Bordpersonal soll sehr hilflos reagiert haben. Ihnken, die selbst Feuerwehrfrau ist, leistete auf der engen Flugzeugtoilette mit ihrer Partnerin selbst erste Hilfe. Nachdem die beiden in Seattle gelandet waren, wurde Anna im Krankenhaus behandelt. Doch durch die heftigen Brandwunden konnte sie sich kaum bewegen. Das Gehen fiel ihr schwer, sie konnte nur in wenigen Positionen sitzen oder liegen – an die geplante Rundreise durch Kanada war so nicht zu denken.

Lufthansa äußert sich nur vorsichtig

Inzwischen sind die Schmerzen abgeklungen – doch die Narben werden bleiben. Deshalb verlangt Anna Ihnken Schmerzensgeld und eine Entschädigung für den verpassten Urlaub. Doch Lufthansa will den Fall erst einmal selbst prüfen. Auf Rückfrage vo Ralf Benkö gibt die Fluggesellschaft bekannt, dass sie den Vorfall nicht kommentieren könne, da Ihnken bereits einen Anwalt eingesetzt habe. Für den Urlaubsretter eine reine Ausrede: "Die Lufthansa könnte und sollte meiner Meinung sehr wohl kommentieren, was hier geschehen ist. So viel Offenheit und Aufarbeitung würde ich von einer so großen Airline wirklich erwarten, vor allem angesichts der Folgen für zwei mitreisende Urlauber." Der verletzten Urlauberin verspricht er: "Wir bleiben auf jeden Fall dran!"