Forschung in Großbritannien

Urintest soll Brustkrebs frühzeitig erkennen

70.000 Frauen erkranken jährlich an Brustkrebs.
70.000 Frauen erkranken jährlich an Brustkrebs.
© Getty Images, svetikd

05. Januar 2021 - 11:45 Uhr

Forscherin entwickelt neue Methode

Die sogenannte "Blue Box" könnte bald eine bahnbrechende Methode im Kampf gegen Brustkrebs sein. Denn mithilfe eines Urintests und einer künstlichen Intelligenz sollen in nur 40 Minuten Chemikalien im Körper erkannt werden, die auf Brustkrebs hinweisen. Sind die Ergebnisse positiv, werden die Werte mithilfe einer Smartphone App direkt an einen Arzt weitergeleitet. Nach bisherigem Forschungsstand liegt die Genauigkeit der "Blue Box" bei 95 Prozent, jedoch befindet sich die Methode noch in der Testphase. Entwickelt wurde das neue Verfahren von der biomedizinischen Technikerin Judit Giro Benet (23).

Brustkrebs ist häufigste Krebsart bei Frauen

Rund 70.000 Frauen erkranken jährlich an Brustkrebs. Damit ist sie die mit Abstand häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Patientinnen mit Brustkrebs haben allerdings eine bessere Heilungschancen, als Patienten mit anderen Krebsarten. Entscheidend ist, in welchem Stadium der Brustkrebs erkannt wird. Im ersten Stadium sind die Krebszellen noch klein und haben noch nicht in weitere Bereiche des Körpers gestreut. In diesem Stadium sind die Heilungschancen sehr gut, da der Krebs meist mit einer OP und/oder Bestrahlungen bekämpft werden kann.
Je fortgeschrittener die Krebserkrankung ist, desto schwieriger ist die Behandlung. "Die frühe Erkennung von Brustkrebs ist der Schlüssel, um die Heilungschancen der Patienten zu verbessern", sagt Dr. David Crosby, Forscher des Cancer Research UK, gegenüber der "Daily Mail". Dazu gehört auch, die Symptome von Brustkrebs frühzeitig zu bemerken. Dazu gehören beispielsweise Veränderungen der Haut oder Form der Brust und geschwollene Lymphknoten.

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Forschung läuft auf Hochtouren

Nicht nur die "Blue Box" bringt neue Hoffnung im Kampf gegen Brustkrebs, auch viele weitere Methoden stehen momentan in den Startlöchern der Entwicklung. Dazu gehört beispielsweise ein smarter BH, den gerade Forscher an der Stanford University in Kalifornien entwickeln. Er soll Symptome wie Veränderungen der Form oder erhöhte Temperatur der Brust erkennen.

Bis diese Methoden jedoch praktiziert werden können, wird es noch eine Weile dauern – Hoffnung bringen sie uns aber in jedem Fall schon einmal.