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Unwetter wütet über NRW - zwei Tote

Unwetter wütet über NRW - zwei Tote

Unwetter Münster
Heftige Regenfälle sind über Münster niedergegangen.
dpa, Helmut P. Etzkorn

Überflutete Straßen, vollgelaufene Keller, umgestürzte Bäume

Wieder einmal haben schwere Gewitter über Deutschland getobt. Besonders betroffen war das Land NRW. In Münster ertrank ein Mann in einem überfluteten Keller. Ein weiterer wurde offenbar in seinem Fahrzeug von einem über die Ufer getretenen Bach mitgerissen, sagte ein Sprecher der Polizei. Mitarbeiter der Autobahnmeisterei hätten das Fahrzeug mit dem Toten jenseits einer parallel zur Autobahn 1 verlaufenden Straße kurz vor dem Kreuz Münster Nord entdeckt. Die Polizei geht davon aus, dass der Fahrer von der völlig überschwemmten Fahrbahn abgekommen sei. Die Identität des Toten sowie die genaue Todesursache sind noch ungeklärt.

In der Münsteraner Innenstadt stürzte ein Baum auf ein Auto. Eine Frau darin wurde lebensgefährlich verletzt. 800 Retter waren im Dauereinsatz. Innerhalb einer Stunde kamen stellenweise fast 60 Liter pro Quadratmeter runter, mehr als normalerweise im gesamten Juli. In den letzten 24 Stunden fielen in Münster mehr als 120 Liter pro Quadratmeter.

In der 36.000-Einwohner-Stadt Greven gingen allein bis zum Abend mehr als 500 Notrufe bei der Feuerwehr ein, meistens wegen vollgelaufener Keller. Die Telefonleitungen waren völlig überlastet. Die Polizei sperrte die Innenstadt für den Verkehr.

Straßenunterführungen in Münster standen nach heftigem Regen mitunter mehr als 60 Zentimeter hoch unter Wasser, sagte ein Polizeisprecher. Mehrere Autos blieben liegen und behinderten den Verkehr. Die Feuerwehr war im Dauereinsatz. "Derzeit zuckt hier ein Blitz nach dem anderen durch den Himmel, und es schüttet wie aus Eimern", sagte ein Augenzeuge.

Betroffen waren auch Gebäude der Uni. Ein Mitarbeiter berichtete, dass im Keller des Instituts für Kernphysik das Wasser über 50 Zentimeter hoch gestanden habe.