Unwetter in München: Ausgefallene Ampeln und erhöhte Unfallgefahr

08. Juni 2015 - 16:46 Uhr

9.000 Blitze pro Stunde in Süddeutschland

Ein Unwetter hat am Morgen im südlichen Bayern ein großes Chaos verursacht. Laut 'sueddeutsche.de' sei es zu Verkehrsbehinderungen und Bränden gekommen. Die Polizei gab außerdem bekannt, dass es in Oberbayern, Schwaben und der Oberpfalz auch leichte Überschwemmungen auf den Straßen gegeben habe.

In Süddeutschland kam es zu starken Unwettern.
Bereits in der Nacht zum Sonntag wurde Bayern von Gewittern, wie hier in Roßtal, heimgesucht.
© dpa, Grundmann

Die Unwetterzentrale sprach in Süddeutschland von 9.00 Blitzen pro Stunde. Diese führten in München zu Verzögerungen im S-Bahn-Verkehr, da mehrere einschlugen. Die Deutsche Bahn riet Reisenden und Pendlern, sich deswegen auf Zugausfälle einzustellen.

Auch Autofahrer in München sollten sich auf einen unübersichtlicheren Verkehr einrichten, denn hier fielen laut 'sueddeutsche.de' vor allem in der Innenstadt 50 Ampeln aus. An 15 Kreuzungen regelten Polizeibeamte deswegen den Verkehr. Es bestehe erhöhte Unfallgefahr, da auch die Sicht verschlechtert sei, so ein Polizeisprecher.

Mutter und Tochter ertranken in der Schweiz

In der Schweiz kamen eine 32-jährige Mutter und ihre fünfjährige Tochter ums Leben. Die beiden ertranken in Dierikon (Kanton Luzern) nach heftigen Überschwemmungen im Untergeschoss ihres Hauses, wie die Polizei mitteilte. Bei den Unwettern entstanden Millionenschäden.

Von Gewittern und schweren Regenfällen, die vielerorts zu Überflutungen führten, waren auch Bern und Zürich sowie die umliegenden Regionen betroffen. Besonders schwer habe es die nahe dem Vierwaldstättersee zwischen Luzern und Zug gelegene Gemeinde Dierikon getroffen, berichtete der Sender SRF. Ganze Straßenzüge standen dort unter Wasser. In dieser Gegend und weiteren Regionen der Schweiz traten Bäche und Flüsse über die Ufer. Mehrere Land- und Fernverkehrsstraßen wurden überspült und unbefahrbar. Dutzende Feuerwehren waren im Einsatz, um Sturm- und Wasserschäden zu beheben. Zwischen Thun und Interlaken verschüttete ein Erdrutsch die Hauptstraße.