Unwetter fordern erneut Menschenleben

31. Juli 2014 - 13:50 Uhr

Die letzten Schauer ziehen heute durch

Auch diese Nacht haben heftige Sommergewitter in vielen Teilen Deutschlands die Feuerwehren in Atem gehalten - und die Gefahr ist noch nicht vorbei. Hagel, Regen und Schlamm sorgten erneut für Chaos.

In Bonn liefen Keller voll, Straßen standen unter Wasser. "Es stand 1,50-1,70m hoch, fast bis zum Erdgeschoss. Die ganze Wohnung ist hin", so Anwohnerin Yvonne Streuper verzweifelt. Auch im sächsischen Delitzsch muss gepumpt, gewischt und getrocknet werden. Die Feuerwehr ist im Dauereinsatz.

In der Nacht kamen zwei Autofahrer in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg von der regennassen Fahrbahn ab und verunglückten tödlich.

Die Gewitterfront zog in der Nacht Richtung Westen über Deutschland hinweg. Besonders betroffen war ein breiter Streifen vom Saarland bis zur Ostsee. Am Frankfurter Flughafen mussten sogar 92 Flüge gestrichen werden.

Im westfälischen Münster hingegen wird das ganze Ausmaß der Schäden langsam sichtbar - dort ertrank in der Nacht zu Dienstag ein Mann in einem vollgelaufenen Keller. Allein die Münsteraner wählten bisher 17.000 Mal den Notruf, um die 206 Liter pro Quadratmeter in den Griff zu bekommen. Soweit sind sie in Königswinter noch nicht. Schlammlawinen überschwemmen zurzeit die Straßen.

Die letzten Schauer sind derzeit unterwegs

Im Laufe des Morgens lassen die Gewitter deutlich nach. Gebietsweise, vor allem im östlichen Niedersachsen und Teilen Sachsen Anhalts und Thüringens, kann es noch länger kräftig regnen. Dabei sind noch einmal größere Regenmengen möglich, das Schlimmste liegt aber hinter uns.

Tagsüber gibt es vor allem in der Südosthälfte wieder unwetterartige Gewitterentwicklungen, ansonsten beruhigt sich die Wetterlage vom Nordwesten Richtung Südosten.

In der kommenden Nacht klingen auch im Osten und Südosten Schauer und Gewitter nach und nach ab. Am Donnerstag ziehen die Regenwolken im Südosten ab, so dass es bei einer Mischung aus Sonne und Wolken meist trocken wird. Also: durchhalten.