Unwetter-Chaos: Hamburg und Berlin unter Wasser

Autos bahnen sich ihren Weg durch ein überflutete Straße an der Außenalster in Hamburg.
© dpa, Christian Charisius

07. Juni 2011 - 11:21 Uhr

Hanse- und Hauptstadt saufen ab

Heftige Gewitter toben sich weiter über Deutschland aus: Am Abend war es in Hamburg und Berlin besonders schlimm. Keller und U-Bahn-Eingänge liefen voll, an den Flughäfen gab es zeitweise keine Starts und Landungen.

Im Hamburg standen die Straßen bis zu einem Meter unter Wasser. Selbst die Polizei unterschätzte die Gefahr und musste von den Kollegen der Feuerwehr gerettet werden. Und während Mitarbeiter des noblen Hotels 'Vier Jahreszeiten' den Keller noch mit Eimern leer schöpfen konnten, nahmen andere gleich Mülltonnen als Schöpfkelle. Anders war den Wassermassen in Berlin nicht bei zu kommen.

1.250 Mal rückten die Feuerwehren allein in der Hansestadt aus. Das gleiche Bild in Berlin: Auch hier standen die Straßen unter Wasser. Zudem rissen die heftigen Sturmböen mehrere Bäume um. Autos wurden beschädigt.

Entwarnung für Berlin und Hamburg gab es erst in der Nacht. Aber schon am heute Vormittag soll es wieder gewittern.

Unerträgliche Schwüle und Dauerregen

Die Gewitter entstehen vor allem lokal, denn es gibt kaum Wind: Die feucht-heiße Luft steigt hoch, das darin enthaltene Wasser kondensiert in der Höhe, es bilden sich Gewitterzellen.

Am Dienstag kommen vor allem in einem Streifen von Mecklenburg-Vorpommern über die Mitte Deutschlands hinweg bis in den Westen im Tagesverlauf erneut Gewitter auf. Dabei sind wieder lokal Starkregen, Hagel und Sturmböen dabei. Nach Osten hin besteht Unwettergefahr.

Am Mittwoch zieht eine neue Gewitterfront von West nach Ost durch. Örtlich wird es wieder Unwetter durch Starkregen, Hagel und schwere Sturmböen geben. Nach Durchgang dieser Gewitterfront kommt ergiebiger Dauerregen auf und die Gewitter lassen bei uns nach.