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Unverpacktes Obst und Gemüse sind teurer!

Lebensmittel
So weit das Auge reicht: Obst und Gemüse in Plastikverpackungen. Foto: Jens Büttner/Archiv © deutsche presse agentur

Plastik sparen und Geld sparen: Geht das?

Plastik sparen müssen wir unbedingt - doch Geld sparen wollen viele trotzdem. Die Verbraucherzentrale hat herausgefunden: Beides klappt meistens nicht. In den meisten Supermärkten und Discountern sind unverpacktes Obst und Gemüse deutlich teurer. Wir zeigen, wo Sie dennoch mit gutem Gewissen und preiswert einkaufen können. 

Zwei Probleme: Viel Plastik und auch noch teurer

Plastiktüten sind schon seit einigen Jahren kostenpflichtig und selbst die kleinen Knotenbeutel sollen, zumindest bei Aldi, bald extra kosten. Doch viele Verbraucher haben, trotz guter Tüte-Vorbereitung, häufig keine Chance auf Plastik zu verzichten. Denn die meisten Lebensmittel, egal ob verarbeitet oder frisch, sind in Plastik eingepackt.

In der Obst- und Gemüseabteilung fällt das besonders auf. Und in den Supermärkten, in denen Produkte sowohl verpackt als auch lose angeboten werden, ist das unverpackte Lebensmittel deutlich teurer. Das hat der Bundesverband der Verbraucherzentrale herausgefunden.

67 Prozent der frischen Produkte in Plastik eingepackt

Überprüft wurden die wichtigsten acht Lebensmittelhändler: Edeka, Rewe, Real, Kaufland, Lidl, Aldi Nord und Süd, Netto und Penny. Generell sind 67 Prozent der überprüften Lebensmittel in Plastik verpackt. Auffällig ist, dass die Discounter besonders schlecht abschneiden.

Plastikquote bei Obst und Gemüse im Handel.
Penny verkauft besonders viele Lebensmittel in Plastik. © Bundesverband Verbraucherzentrale

Umweltfreundliche Kunden zahlen drauf

Weiteres Problem: Selbst wenn Kunden sich für die geringere Auswahl an unverpackten Lebensmitteln entscheiden, werden sie für den geringeren Plastikverbrauch bestraft. Denn die verpackten Produkte sind laut Verbraucherzentrale deutlich günstiger.

Äpfel sind in einer Stichprobe unverpackt 152% teurer als die Plastikpackung, Tomaten kosten unverpackt 124 Prozent mehr und für Paprika zahlen Kunden ohne Plastikverpackung mehr als das Doppelte.

Wer also preisbewusst lebt, muss sich zwangsläufig für die eingepackten Produkte entscheiden. Und das, obwohl das Bewusstsein für den eigenen Plastikkonsum vielleicht dagegen spricht.

Diese Lebensmittel werden besonders häufig verpackt:

Die in Plastik verpackte Gurke wird häufig als Gallionsfigur der Debatte herhalten. Als Ergebnis wird sie mittlerweile in 60 Prozent der Fälle unverpackt verkauft. Damit liegt sie bei den unverpackten Lebensmitteln vorn. 

Nur die Hälfte aller Äpfel wird lose verkauft und Paprikas werden nur in 37 Prozent der Fälle ohne Plastikhülle angeboten. Besonders krass ist es bei den Tomaten – hier finden Kunden nur in 22 Prozent der Fälle Tomaten ohne Extra-Plastik.

Gemüse in Plastik ist günstiger.
Unverpackte Lebensmittel sind rund 57 Prozent teurer. © Bundesverband Verbraucherzentrale

Alternativen sind nicht unbedingt teurer

Generell zeigt die Untersuchung der Verbraucherzentrale, dass sich Plastikverpackungen in  Supermärkten besser umgehen lassen, als in Discountern. Wer aber auf Nummer sicher gehen will, sollte auf Wochenmärkte umsteigen. Hier sind die Produkte generell unverpackt, und je nach Tageszeit auch preislich eine echte Alternative. Außerdem kommen sie meistens aus der Region und der Saison und haben daher eine noch bessere Umweltbilanz. Gleiches gilt für Hofläden auf Bauernhöfen.

In immer mehr Städten gibt es zudem auch sogenannte Unverpackt-Läden. Dort werden auch Nudeln, Reis, Haferflocken und Hygieneartikel ohne Plastikverpackungen verkauft. Preislich spürt man das in den kleinen Läden im Vergleich zum Supermarkt aber eben doch.

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