Kein Witz, es gibt 89 Gipfel

Unterwegs mit Hamburgs ersten Bergführer

15. April 2021 - 15:18 Uhr

Ein Hobby-Bergsteiger und eine Mission: Hamburgs Berge finden

Der Hamburger Frank Wippermann ist Hobby-Bergsteiger und war schon auf einigen 5000ern, vielen 4000ern und unzähligen 3000ern. Nun hat er sich auf eine neue Berg-Mission begeben: Das Finden von Bergen in Hamburg.

Wie steil Berge in Hamburg sein können, zeigen wir Ihnen im Video.

Wer suchet, der findet.

Auf die Idee brachte den 57-jährigen Hamburger eine Freundin aus München. Sie erzählte ihm von einem Buch über die Münchner Berge. Nein, nicht die Alpen, sondern die Berge in der Stadt und die sind sogar niedriger, als die Berge hier in Hamburg. Dementsprechend erfolgreich war er auf seiner Suche nach den Hamburger Bergen. Er hat so viele gefunden, dass er ein ganzes Buch darüber geschrieben hat, den "Bergführer Hamburg". In diesem Buch beschreibt er 80 Touren und 89 Gipfel. Das Buch ist auch nicht als Witz gemeint, liebevoll hat er mit der nötigen Expertise und mit der erforderlichen Ernsthaftigkeit die Berge Hamburgs beschrieben. Vom Licentiatenberg über den Krähenberg bis hin zum Hasselbrack.

Vom Licentiatenberg über den Krähenberg bis hin zum Hasselbrack

Für seinen Bergführer hat Frank Wippermann zugrunde gelegt, dass alles ein Berg ist, was höher als fünf Meter ist. Das erklärt auch die hohe Anzahl an Hamburger Bergen in seinem Buch. Mit einer Steigung von 5,4 Prozent und einer Höhe von 18,4 Metern ist der Licentiatenberg immer hin drei Mal höher als die Mindesthöhe eines Hamburger Bergs und gehört somit dazu. Zu finden ist diese Erhebung in Harvestehude. Mit 71,9 Metern Höhe und einer Steigung von 14 Prozent hat der Krähenberg im Goßlers Park für Hamburg schon einiges zu bieten. Mit 116,2 Metern Höhe und 8,8 Prozentiger Steigung ist jedoch der Hasselbrack in den Harbuger Bergen Hamburgs absoluter Spitzenreiter.

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Einige Hamburger Bergrouten

Der Licentiatenberg:

Um diesen Berg zu besteigen, starten Sie im Eichenpark. Diesen verlassen Sie an seinem Westende, überqueren den Harvestehuder Weg und nehmen dann den Anstieg auf den Liciatenberg in Angriff. Es führen im Wechsel Treppen und Rampen hinauf. Fast oben angekommen steigen Sie nach rechts noch ein Stück weiter hoch. Der Gipfel des Berges liegt etwas abseits des Weges in östlicher Richtung.

Der Krähenberg:

Sie gehen an der Ostseite des Parks nach Norden und haben einen ersten Blick hinauf zum Goßlerhaus auf dem Krähenberg. An der Nordost-Ecke wenden Sie sich nach links und gehen steil aufwärts zu dem auf der Anhöhe liegenden Herrenhaus.

Der Hasselbrack:

Die Route auf Hamburgs höchsten Berg ist zugegeben die komplizierteste. Um ihn zu besteigen, gehen Sie an das südliche Ende des Heidefriedhofs. Sobald Sie dort auf einem der drei parallelverlaufenden Wege angekommen sind, gehen Sie nach Südwesten, lassen einen kleinen Teich links liegen und erreichen nach einem Schwenk Richtung Süden den Moisburger Stein auf etwas mehr als vierzig Metern Höhe. Den Weg setzen Sie nach Süden fort, biegen nach einem Rechtsbogen nach links ab und kurz danach nochmal nach links. Nun gehen Sie Richtung Südosten auf einen halblinks kommenden Weg und gewinnen weiterhin an Höhe und erreichen so den Gipfel.

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