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Unterallgäu: Frau wehrt sich mit Schere gegen Vergewaltiger

Drei Frauen in Schwaben vergewaltigt
Mit einer Haushaltsschere soll sich die Frau gegen den Vergewaltiger gewehrt haben (Symbolbild). © deutsche presse agentur

Der Mann soll zwei Frauen am selben Tag vergewaltigt haben

Ein 25 Jahre alter Mann soll mehrere Frauen im Landkreis Unterallgäu in Bayern vergewaltigt haben - zwei Opfer sogar am selben Tag. Eine Frau wehrte sich mit einer Schere - dabei verletzte sie ihn am Oberkörper. Die Polizei konnte den Mann noch am gleichen Tag festnehmen. 

Frau wehrte sich mit einer Haushaltsschere

Die schreckliche Tat ereignete sich an einem Badesee im bayerischen Egg an der Günz. Eine Frau wurde plötzlich von einem 25-jährigen Mann mit Gewalt in eine Umkleidekabine gedrückt, dort brutal misshandelt und vergewaltigt. Dabei erlitt sie starke Verletzungen. Vergeblich soll sie sich mit einer Haushaltsschere, die sie zufällig dabei hatte, gegen ihren Peiniger gewehrt haben. Erst als ein Spaziergänger die Tat sah und ihr zu Hilfe eilte, konnte die Frau gerettet und der Mann in die Flucht getrieben werden. 

Daraufhin nahm die Polizei einen Tatverdächtigen fest. Der Mann räumte zwar ein vor Ort gewesen zu sein, bestritt aber die Tat. Er hatte Schnittverletzungen am Oberkörper. Die Wunden würden zu den Abwehrversuchen mit der Schere passen, erklärte die Polizei. Bei dem Mann soll es sich zudem um einen mutmaßlichen Serienvergewaltiger handeln. Kurz zuvor soll er bereits eine andere Frau vergewaltigt haben, wenige Tage davor noch eine andere. 

Der Mann schweigt zu den Vorwürfen - er sitzt in Untersuchungshaft

Das zweite Opfer wurde offenbar am gleichen See beim Gassigehen mit ihrem Hund von dem Mann überrascht, der sie von seinem Fahrrad aus bedrängt haben soll. Als die Frau deshalb zu ihrem Auto lief, ihren Hund ins Auto sperrte und wegfahren wollte, habe er sie in den Wagen geworfen und dort vergewaltigt. Schließlich konnte sich die Frau befreien und wegfahren. Als sie zu Hause angekommen war, alarmierte sie die Polizei. Diese leitete eine groß angelegte Fahndung ein - auch in Hubschrauber war im Einsatz. 

​Ein dritter Fall zu Wochenbeginn, bei dem ebenfalls eine Hundehalterin vergewaltigt wurde, wird ebenfalls dem Verdächtigen zugeschrieben. Der 25-jährige Mann aus Eritrea schweigt zu den Vorwürfen. Er sitzt nun in Untersuchungshaft. Bei der Kriminalpolizei Memmingen wurde eine Ermittlungsgruppe zur weiteren Aufklärung der Taten eingerichtet.

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