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Unter Todfeinden: Wie lebt es sich als Jude im Iran?

Unter Todfeinden: Wie lebt es sich als Jude im Iran?

"Wir sind eben iranische Juden"

Iran, Isfahan, ehemalige Hauptstadt des Persischen Reiches: Hier und in anderen Teilen des Landes lebt die größte jüdische Gemeinde des Nahen Ostens – abgesehen von Israel, in Isfahan allein sind es 12.000 Juden. Auch wenn Ayatollah Khomeni bei seiner Machtergreifung nach der Islamischen Revolution 1979 Israels Vernichtung zum Staatsziel erklärte, so erklärte er ebenfalls per Dekret, dass iranische Juden nicht diskriminiert werden dürften. Ex-Präsident Ahmadinedschad drohte Israel mit der Vernichtung.

Unter Todfeinden: Wie lebt es sich als Jude im Iran?
Jüdische Gemeinde in Isfahan: "Wir sind eben iranische Juden"

Noch immer haben die religiösen Hardliner das Sagen, dennoch ist das Leben laut der jüdischen Gemeinde gut. "Ich habe sehr viele junge muslimische Freunde", sagt ein Gemeinde-Mitglied. Er fügt an: Zwischen uns gibt es keine Probleme.

"Israel und Iran, das sind doch Staaten", meint er. "Und wir sind eben Iranische Juden. Wir sind Bürger dieses Landes und leben nach seinen Gesetzen." Seit Mehr als 2.500 Jahren leben Juden im Iran. Ein jüdischer Geschäftsmann sagt, was die meisten Menschen im Land wünschen: "Wir wollen einfach nur Frieden. Hoffentlich können diese politischen Probleme bald beigelegt werden, damit wir alle endlich in Frieden leben können."