Inflation

Unstimmigkeiten über Energiesparmaßnahmen im Sportbereich

Schwimmbad
Ein Kind springt in einem Schwimmbad ins Becken.
Annette Riedl/dpa/Symbolbild

In Dresden gibt es Unstimmigkeiten über Konzepte zu Sparmaßnahmen beim Energieverbrauch. Am Freitag reagierte Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) auf ein Schreiben des städtischen Eigenbetriebes Sportstätten an Sportvereine in der Landeshauptstadt. Leider sind diese Maßnahmen nicht mit dem Oberbürgermeister und der Runde der Beigeordneten abgestimmt worden. Auch der zuständige Eigenbetriebs-Ausschuss wurde nicht ausreichend informiert und mitgenommen, erklärte Hilbert.

Es ist unstrittig, dass wir angesichts der aktuellen Situation mit Blick auf mögliche Engpässe auf dem Gas- und Energiemarkt über verschiedenste Punkte innerhalb der städtischen Infrastruktur sprechen müssen, betonte der Oberbürgermeister weiter. Dazu habe er die Einrichtung einer Task Force angewiesen, die verschiedene Einsparpotenziale prüfen und im August konkrete Vorschläge unterbreiten soll. Ziel müsse ein gesamtstädtisches Konzept sein, das auch soziale Aspekte und Betroffenheit berücksichtige.

Das jetzt in einem Bereich schon Fakten geschaffen werden sollen, ohne dass eine politische Abwägung über die Konsequenzen stattgefunden hat, ist nicht hinnehmbar. Aus diesem Grund habe ich den zuständigen Beigeordneten angewiesen, die Maßnahmen im Eigenbetrieb Sport nicht umzusetzen, betonte Hilbert. Vielmehr müsse der zuständige Ausschuss umfassend informiert und die Task Force eingebunden werden. Erst nach Abwägung aller Pro und Contra werde man eine abschließende Entscheidung treffen.

Der Eigenbetrieb hatte den Sportvereinen am Donnerstag Sparmaßnahmen mitgeteilt, die zunächst bis zum 30. September gelten sollten. Demnach sollten in den Sportstätten das Warmwasser abgestellt und das Flutlicht abgedreht werden. Zudem wollte man die Öffnungszeiten der Eishalle und die Beleuchtungsstärke in den Hallen anpassen. Ferner kündigte der Betrieb eingeschränkte Pflegezyklen für Sportrasenflächen an. Sportstätten, an denen Bundeskader und Berufssportler trainieren, sollten zunächst nicht betroffen sein.