Selbstsicher im Fitnessstudio

Wie Sie jetzt beim Workout vor Selbstbewusstsein strotzen

Im Fitnessstudio Selbstbewusstsein ausstrahlen geht eigentlich ganz leicht.
Im Fitnessstudio Selbstbewusstsein ausstrahlen geht eigentlich ganz leicht.
© (c) Kzenon ((c) Kzenon (Photographer) - [None], Kzenon

27. Mai 2021 - 14:10 Uhr

Bald geht das Training im Fitnessstudio wieder los! So geht's selbstbewusst ans Workout

Sport-Flaute durch den Corona-Lockdown? Jetzt ist Schluss mit dem auf der faulen Haut liegen: In einigen Bundesländern machen nach der langen Zwangspause endlich die Fitnessstudios wieder auf! Der innere Schweinehund ist im besten Fall schon überwunden und die Sportsachen liegen bereit.

Aber was, wenn man von Unsicherheiten geplagt wird? Bin ich überhaupt noch fit genug? Das Wichtigste: Nicht zu viele Gedanken machen. Wie Sie ab jetzt selbstbewusster trainieren, verrät Personal Trainer Philip Jacobs.

Bloß nicht mit anderen vergleichen: Achten Sie stets auf sich selbst

Sportwissenschaftler und Personal Trainer Philip Jacobs aus Köln coacht regelmäßig Kunden, die nicht nur Unterstützung beim Training brauchen, sondern hier und da auch mal einen kleinen Schub Motivation.

Was man laut ihm beim Training auf jeden Fall vermeiden sollte, ist das Vergleichen mit anderen. "Das ist wie Gift", sagt der 27-Jährige im Gespräch mit RTL. Jeder Mensch ist unterschiedlich, nicht nur was sein Trainingslevel betrifft, sondern auch die Art und Weise, wie er trainiert.

Sie brauchen also beim nächsten Besuch im Fitnessstudio nicht eingeschüchtert zu sein, wenn jemand an dem Gerät neben Ihnen einen scheinbar professionelleren oder sportlicheren Eindruck macht. Wissen Sie, wie lange er schon trainiert? Nein! Und eigentlich ist es auch völlig egal, konzentrieren Sie sich einfach auf sich selbst.

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Ausnahme: Mit dieser Person sind Vergleiche erlaubt

Zwei junge Frauen trainieren im Fitnessstudio, dabei führt eine einen Klimmzug durch, während die andere daneben steht und ein wenig neidisch aussieht.
Bloß nicht neidisch werden - und schauen Sie beim Training immer auf sich selbst.
© Vyacheslav Dumchev

Es gibt jedoch eine ganz bestimmte Person, mit der Vergleiche erlaubt sind: Sie selbst! Und dabei kommt es vor allem auf den eigenen Prozess an, an dem man sich orientieren kann. Stellen Sie sich zum Beispiel die Frage, was Sie bei der nächsten Trainingseinheit noch besser machen können. Vergessen Sie dabei aber ihren bisherigen Weg nicht: Besonders die kleinen (und großen) Fortschritte sind es, die einen nachhaltig motivieren – und selbstbewusst machen.

Der Aussage stimmt auch Personal Trainer Jacobs zu. "Eine meiner Kundinnen konnte am Anfang keinen einzigen Klimmzug. Ich musste ihr dabei helfen, sich überhaupt an der Stange festhalten zu können. Nach einiger Zeit hat sie es aber geschafft, einen vollständigen Klimmzug sauber auszuführen. Dann kam der Neid: Ihr Nachbar im Studio konnte ohne große Mühe fünf bis sechs Klimmzüge stemmen. So schnell rückt der eigene Erfolg auch schon in den Hintergrund – das ist Schwachsinn."

Deswegen: Immer alles in Relation sehen und sich nicht von anderen beirren lassen.

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Wichtig fürs Selbstbewusstsein: Durchhaltevermögen aufbauen und am Ball bleiben

Wenn der erste Schritt gemacht und man im Fitnessstudio angekommen ist, kann das Training starten. Sollten Sie dann auch noch unseren ersten Tipp angewandt haben, steht einem erfolgreichen Training nicht mehr viel im Weg.

Wäre da nicht wieder die gute alte Motivation, die uns auch mal gerne verlässt. Achtung, jetzt heißt es: am Ball bleiben und Kontinuität ins Training bringen. Auch von dieser Philosophie ist Sportwissenschaftler Jacobs überzeugt, denn "je mehr Fortschritte Sie machen, desto sicherer werden Sie bei ihren Workouts."

Keine Lust diese Woche schon wieder ins Fitnessstudio zu gehen und Sport zu machen? Auch wenn es sich mühsam anhören und anfühlen kann, am Ende lohnt es sich. Also: dranbleiben, dranbleiben und immer schön fleißig sein.

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Ganz wichtig: Haben Sie Spaß am Training!

Ein glücklich wirkendes Paar hat Spaß beim Workout im Fitnessstudio, während der Mann eine Liegestütze durchführt.
Effizientes Training hin und her, vergessen Sie trotzdem nicht, Spaß zu haben.
© skynesher

Zu einer guten Portion Selbstbewusstsein gehört stets das Wissen und Vertrauen in sich selbst, etwas gut zu können. Sind Sie also davon überzeugt, richtig und kontinuierlich trainieren zu gehen – super. Aber ist das nur zu einer wöchentlichen Routine geworden, die Sie einfach durchziehen? Haben Sie überhaupt noch Spaß am Training?

Im Optimalfall sollte zu einem guten Workout nämlich wenigstens ein klein wenig Spaß gehören. Sie wissen erst gar nicht, für welche Sportart Sie sich überhaupt begeistern können? Das macht nichts! "Nicht jeder muss alles können. Suchen Sie sich Ihre Nische aus, die Ihnen Freude bereitet", meint der Personal Trainer.

Führen Sie sich immer wieder vor Augen, dass Sie den wichtigsten Schritt schon getan haben

Warum haben Sie überhaupt den Schritt (zurück) ins Fitnessstudio gewagt? Richtig, um sich körperlich und psychisch besser zu fühlen. Das kann nicht funktionieren, wenn Sie sich dauernd vergleichen und anschließend – im schlimmsten Fall – fertigmachen, einmalig trainieren und keine Freude am Workout haben.

Selbst wenn es andere Menschen gibt, die während des Corona-Lockdowns aktiver waren und jetzt fitter wirken als Sie – es geht hier um Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden. Legen Sie daher den Fokus stets auf sich und denken Sie immer daran: Den wichtigsten Schritt, überhaupt trainieren zu wollen, sind Sie schon gegangen.

Fehlendes Selbstbewusstsein? Kann Sie ab sofort nicht mehr bremsen! (vdü)

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