UNO warnt vor massiver Hungersnot im Jemen

Laut UNO könnte eine Hungersnot im Jemen Millionen Todesopfer fordern. (Archivfoto)
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09. November 2017 - 10:58 Uhr

UNO: Millionen von Opfern im Jemen befürchtet

Im bettelarmen Jemen könnten Millionen von Menschen sterben, weil sie keine Nahrungsmittel mehr bekommen. Vor dieser dramatischen Hungersnot haben jetzt die Vereinten Nationen in New York gewarnt und den Sicherheitsrat informiert. Flug- und Seehäfen würden durch die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition blockiert, warnte der UN-Nothilfedirektor Mark Lowcok.

Bürgerkrieg im Jemen: Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen

"Es wird nicht wie die Hungersnot im Südsudan in diesem Jahr sein, wo zehntausende Menschen betroffen waren. Es wird nicht wie die Hungersnot 2011 in Somalia sein, wo 250.000 Menschen ums Leben gekommen sind. Es wird die größte Hungersnot sein, die die Welt seit vielen Jahrzehnten gesehen hat - mit Millionen von Opfern", sagte Lawcok auf einer Pressekonferenz. Zuvor hatten die UN den Sicherheitsrat über die dramatische Lage im Jemen informiert.

Seit 2014 tobt im Jemen ein Bürgerkrieg. Schiitische Huthi-Rebellen und ihre Verbündeten haben große Teile des Landes überrannt. Ein saudi-arabisch geführtes Militärbündnis unterstützt die international anerkannte Regierung des Jemen und bombardiert seit rund zweieinhalb Jahren Stellungen der Rebellen aus der Luft. Millionen Menschen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen.