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UNO: Russland verhindert Waffenruhe in Syrien

UNO: Russland verhindert Waffenruhe in Syrien
Die Luftangriffe auf das syrische Rebellengebiet Ost-Ghuta gehen mit unverminderter Härte weiter. © dpa, -, afn

Sitzung des UN-Sicherheitsrats bleibt ohne Ergebnis

Die Situation im syrischen Rebellengebiet Ost-Ghuta ist dramatisch. 400.000 Menschen sind dort eingekesselt, hunderte Zivilisten sind schon ums Leben gekommen, darunter mehr als 70 Kinder. Der UN-Sicherheitsrat hat sich in New York nicht auf eine Waffenruhe einigen können. Russland, das die Truppe von Syriens Machthaber Baschar al-Assad unterstützt, sprach sich gegen einen Resolutionsentwurf aus.

Angriffe auf das syrische Rebellengebiet Ost-Ghuta
Angriffe auf das syrische Rebellengebiet Ost-Ghuta "Massaker" nahe Damaskus 00:35

Lage in Ost-Ghuta erinnert an Aleppo

Schweden und Kuwait hatten im Vorfeld der Sitzung für eine 30 Tage lange Feuerpause sowie Zugang für humanitäre Helfer geworben. Ein entsprechender Resolutionsentwurf lag dem UN-Sicherheitsrat vor. Die USA signalisierten Zustimmung, doch von Russland gab es Gegenwind. Dem Entwurf wollte Russland nicht zustimmen, deshalb wurden eigene Änderungsvorschläge eingebracht. Deren Inhalt ist bisher nicht bekannt. Es besteht die Hoffnung, dass es am Freitag zu einer Einigung kommt, denn die Situation in Ost-Ghuta erinnere an das "Massaker" von Aleppo.

Auswärtiges Amt kritisiert Russland

Russland verhindert Waffenruhe in Syrien
Zielscheibe internationaler Kritik: Baschar al-Assad und Wladimir Putin. © imago/ITAR-TASS, imago stock&people

Die Region erlebt eine der schlimmsten Angriffswellen seit Beginn des Bürgerkriegs vor sieben Jahren. Helfer berichten von einer dramatischen humanitären Lage. Die Leichenhäuser seien "voll", beschreibt ein Aktivist die Situation. Hilfsmittel würden nicht bei den Menschen ankommen. Aus dem Auswärtigen Amt gab es Kritik an Russland. Wieder einmal stelle man sich dort schützend vor die Völkerrechtsverletzungen von Baschar al-Assad. Eine Waffenruhe sei notwendig, um der leidenden Zivilbevölkerung in Ost-Ghuta eine "Atempause" zu verschaffen.

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