"Unmögliches Sachsen-Bashing" Ostdeutsche wollen endlich verstanden werden

3. Februar 2018 - 15:06 Uhr

Gereizte Stimmung in Sachsen und Brandenburg

Warum ist die AfD in Ostdeutschland, und besonders in Sachsen, so stark? Geht es dabei nur um die Flüchtlingspolitik - oder steckt mehr dahinter? Gerade die Sachsen fühlen sich ja oft falsch verstanden, wenn sie und ihr Land wegen der AfD-Erfolge und der Pegida-Demonstrationen pauschal als rechtsradikal bezeichnet werden. Da sollte man also genauer hinhören - das dachten sich sächsische Politiker und auch die RTL-Reporter Luca Stark und Daniel Spliethoff.

Dresden: Hitziges Gespräch zwischen Politikern und Bürgern

Seit Wochen ist die Stimmung in Cottbus angespannt. (Lesen Sie hier mehr dazu!) Immer wieder kommt es zu Auseinandersetzungen zwischen Einheimischen und Flüchtlingen. Rechte verteilen mitten in der Stadt Reizgas an Passanten. Deswegen hat die Polizei ihre Präsenz in Cottbus deutlich erhöht. Zudem wurde verfügt, dass zunächst keine weiteren Flüchtlinge aus den Erstaufnahme-Einrichtungen des Landes nach Cottbus kommen. Die derzeitige Außenwahrnehmung sei "verheerend für das Image der Stadt", so die brandenburgische Kulturministerin Martina Münch (SPD).

Sachsen fühlen sich als Bürger zweiter Klasse

Die Lage ist in vielen Städten im Osten der Republik ähnlich dramatisch. Einer Umfrage zufolge sehen sich zwei Drittel aller Sachsen als Bürger zweiter Klasse. Und das konstant seit den 90er Jahren. Jetzt haben sich sächsische Politiker mit Bürgern in Dresden getroffen. Entstanden ist ein hitziges, aber sehr offenes Gespräch: "Es ist einfach unmöglich, was für ein Sachsen-Bashing gemacht wurde." Die ganze Reportage sehen Sie im Video.