Unionskrise: Söder für gemeinsame Präsidiumssitzung

Markus Söder (CSU) läuft. Foto: Peter Kneffel/dpa/Archivbild
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17. Februar 2020 - 10:40 Uhr

Nach der Rückzugsankündigung von CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer hält CSU-Chef Markus Söder zeitnah eine gemeinsame Präsidiumssitzung der Unionsparteien für wichtig. "Das wäre ein Angebot, um einfach mal die strategischen Erwägungen zu besprechen. Denn wir müssen jenseits der Personalfrage dringend darüber reden, wie die Strategiefragen zu diskutieren sind", sagte Söder am Montag vor der Sitzung des CSU-Vorstands in München.

CDU und CSU müssten sich überlegen, wo sie bei künftigen Wahlen Mehrheiten gewinnen können und wie die Programme der Zukunft aussehen sollten. In dem Kontext gehe es auch darum zu sehen, mit welchen Partnern künftig eine Zusammenarbeit möglich wäre und "mit wem es auf keinen Fall gehen darf", sagte Söder. "Ich glaube, dass die Abgrenzung zur AfD schon eine existenzielle Frage ist. Und da darf es auch kein Wackeln, kein Zaudern und kein Zögern und auch keine Unklarheiten geben, sondern ganz klare Linie. Davon hängt die bürgerliche Identität von CDU CSU ab."

Quelle: DPA