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Unions-Fraktionsvize Thorsten Frei: Warnung vor "Blindflug" bei zu vielen Corona-Lockerungen

Thorsten Frei im RTL/ntv "Frühstart"

Warnung vor "Corona-Blindflug"

 210. Bundestagssitzung und Debatte in Berlin Aktuell, 12.02.2021, Berlin, Thorsten Frei im Portrait bei seiner Rede zum Thema Fortgeltung der epidemischen Lage bei der 210. Sitzung des Deutschen Bundestag in Berlin Berlin Berlin Deutschland *** 210
Unions-Fraktionsvize Thorsten Frei mahnt zur Vorsicht
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Thorsten Frei warnt, bei Lockerungen zu weit zu gehen

Kurz vor den Bund-Länder-Gesprächen hat der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Thorsten Frei, davor gewarnt, bei Lockerungen zu weit zu gehen. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Haseloff hatte Öffnungen schon für eine Inzidenz zwischen 50 und 100 gefordert. „100 ist eindeutig zu viel“, so Frei im RTL/ntv „Frühstart“. „Weil 100 eine individuelle Nachverfolgbarkeit nicht mehr ermöglicht. Das heißt, wir wären im Blindflug unterwegs.“ Das sei angesichts von 70.000 Corona-Toten in Deutschland nicht verantwortbar.

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"Bürger sind pandemiemüde"

Frei zeigte sich ebenso skeptisch zur angepeilten Lockerung der Kontaktbeschränkungen auf bis zu zwei Haushalte mit fünf Personen. „Es ist gefährlich. Und deswegen darf es immer nur schrittweise erfolgen.“

Man müsse aber auch sehen, dass die Menschen „pandemiemüde“ seien, so Frei. „Wir können die Pandemie nicht allein mit Gesetzen und Verordnungen bekämpfen. Wir brauchen die Solidarität und die Überzeugung der Menschen.“ In dieser Hinsicht sei Deutschland im aktuellen Lockdown nicht so erfolgreich wie beim letzten Lockdown im Frühjahr 2020. Es brauche jetzt einen Mittelweg, um die Bürger mitzunehmen. Bund und Länder diskutieren am Mittwoch über die Corona-Maßnahmen. Dabei sind verschiedene Lockerungen im Gespräch .

Zur Frage, ob eine mögliche Lockdown-Verlängerung die letzte Verlängerung seien müsse, sagte Frei: „Es wäre schön, wenn man ein Datum nennen könnte. Aber in Wahrheit kommt es darauf an, wie erfolgreich wir in der Bekämpfung der Pandemie sind.“ Man müsse aber die Schutzmaßnahmen immer daran ausrichten, wie sich Inzidenzen entwickeln. Darüber hinaus komme es darauf an, die Zahl der Tests deutlich zu erhöhen und beim Impfen voranzukommen. „Das wird die Chance für weitere Lockerungen eröffnen.“

Freiere Impf-Reihenfolge beim Hausarzt?

Ab Mitte März soll es Impftermine auch beim Hausärzte geben. Frei forderte, so schnell wie möglich dort mit Impfungen zu beginnen, allerdings erst, sobald genug Impfstoff da sei. Dort könne zügiger geimpft werden als bisher. „Auf jeden Fall wird die Priorisierungsliste an Bedeutung verlieren. Denn die braucht man ja nur dann, wenn man einen Mangel an Impfstoff hat“, so Frei mit Blick auf die von der Ständigen Impfkommission vorgegebene Priorisierungsreihenfolge für Alters- und Risikogruppen.