Union-Trainer: "Bin keiner, der das Schaufenster sucht"

Unions Trainer Urs Fischer. Foto: Jordan Raza/dpa/Archivbild
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24. Februar 2020 - 10:30 Uhr

Trainer Urs Fischer vom Fußball-Bundesligisten 1. FC Union Berlin könnte auch sehr gut ohne Ruhm und große öffentliche Aufmerksamkeit leben. "Ich glaube, ich bin keiner, der das Schaufenster sucht", sagte der Schweizer im Interview des Fachmagazins "Kicker" (Montag). Grundsätzlich hält der Coach der Eisernen nichts davon, sich zu verstellen. "Muss ich so und so sein, weil es so gewünscht wird? Oder darf ich sein, wie ich bin, weil es so ist? Ich muss nicht jemanden spielen, der ich nicht bin", sagte Fischer.

Der 54-Jährige kam im Sommer 2018 zu den Köpenickern und schaffte im ersten Versuch überraschend den Bundesliga-Aufstieg. Seine erste Station im Ausland habe den Ex-Coach des FC Basel verändert. "Ich habe viel dazugelernt, da geht's noch nicht mal so sehr um Fußball. Natürlich sind sich Deutschland und die Schweiz in vielem ähnlich, aber es gibt doch Unterschiede", sagte Fischer: "Vielleicht ist auch der Charakter in Berlin anders als in Zürich, jede Stadt hat ja gewisse Eigenschaften." Seine Zeit in der Hauptstadt "war bisher interessant und hat Spaß gemacht", sagte er.

Quelle: DPA