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In-die-Fresse-Spruch: Andrea Nahles ärgert sich über sich selbst

Nahles ärgert sich über sich selbst
Nahles ärgert sich über sich selbst #indiefresse: Wiederholung unnötig 00:45

#indiefresse: Mehrheit der RTL NEXT-User verurteilt Andrea Nahles' Spruch

Wenn Interna nach außen getragen werden, kann das schon mal einen unerwünschten Effekt haben, selbst wenn es so etwas Unwichtiges wie ein Scherz unter Kollegen ist. Das muss zurzeit auch die neue SPD-Fraktionsvorsitzende erfahren: Andrea Nahles' Spruch, die Union werde demnächst von ihr und ihrer Partei "in die Fresse" kriegen, fällt ihr nun auf die Füße. Unter dem Hashtag #indiefresse läuft noch immer eine heftige Diskussion, in der die meisten der Meinung sind, so ein Spruch verbiete sich. Ebenso sind 60 Prozent der User von RTL NEXT der Meinung: Frau Nahles, das geht gar nicht!

Andrea Nahles: "Nur ein lockerer Spruch unter Kollegen"

Gegenüber der 'Bild'-Zeitung zeigt Andrea Nahles Einsicht – wenn auch nicht in Bezug auf die ursprüngliche Äußerung. Die fiel nämlich hinter verschlossenen Türen als eine Frotzelei unter Kollegen, wie es wahrscheinlich jeden Tag Millionen Male in Büros auf der ganzen Welt passiert. Die meisten Menschen stehen allerdings nicht so in der Öffentlichkeit wie Andrea Nahles. Dass sie den Spruch nun öffentlich mehrmals wiederholte, darüber ärgere sie sich am meisten, so die Politikerin. Unionsabgeordnete hätten ihren Spruch bei der Kabinettssitzung sehr lustig gefunden und gelacht. Die öffentliche Wiederholung sei jedoch "anders rübergekommen", da man die Anekdote kennen müsse, um den Witz zu verstehen.

Weil das Meiste und das Wichtigste solcher Sitzungen nicht an die Öffentlichkeit gelangt, kommt Nahles' Spruch wie ein Bumerang zurück. Eine öffentliche Äußerung der künftigen Oppositionsführerin hat nun mal ein anderes Gewicht als eine interne flapsige Bemerkung. Möglicherweise kann sie daraus lernen, um in Zukunft ihrem Leitmotiv ohne Misstöne treu zu bleiben: "Hart in der Sache, fair im Umgang."

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