Uniklinik Leipzig verbietet fast alle Patientenbesuche

14. März 2020 - 11:33 Uhr

Das Universitätsklinikum Leipzig (UKL) hat wegen des Coronavirus ab sofort Patientenbesuche untersagt. Dies geschehe zum Schutz der Erkrankten und Mitarbeiter, teilte die Uniklinik am Freitag mit. Ausnahmen würden im Einzelfall für Eltern von stationär betreuten Kindern sowie Angehörige Schwerstkranker gelten. "Für ein offenes Haus wie unseres ist das ein schwerer, aber notwendiger Schritt", erklärte Christoph Josten, Medizinischer Vorstand des UKL. Diese Maßnahme sei erforderlich, nachdem sich ein Patient mit großer Wahrscheinlichkeit beim Besuch eines Angehörigen infizierte.

Nach Angaben von Josten hat die Uniklinik zudem Vorbereitungen für den Fall eines weiteren Anstiegs der Infektionen getroffen. So würden planbare und nicht zwingend notwendige Operationen zurückgefahren, um Kapazitäten in der Intensivmedizin zu schaffen. Zudem bereite man eine Verstärkung des Personals durch Medizinstudenten sowie Schüler und Lehrer der Medizinischen Berufsfachschule vor. "Wir möchten gewappnet sein, auch wenn wir derzeit die durch Quarantäne bedingten Ausfälle noch gut kompensieren können", betonte Josten.

Quelle: DPA