Uni Osnabrück: Untersuchung zu multiresistenten Erregern

5. November 2019 - 17:50 Uhr

Forscher der Universität Osnabrück untersuchen die Verbreitung multiresistenter Stäbchenbakterien bei Männern und Frauen in Niedersachsen. Die Krankheitserreger seien in den vergangenen Jahren immer häufiger bei Menschen nachgewiesen worden, teilte die Uni Osnabrück am Dienstag mit. Die Keime reagierten unempfindlich gegenüber gängigen Antibiotika und erschwerten so die Behandlungen von bakteriellen Infektionskrankheiten.

Für eine geplante Studie der Abteilung Dermatologie, Umweltmedizin und Gesundheitstheorie des Instituts für Gesundheitsforschung und Bildung würden 500 Freiwillige gesucht, die auf die Keime getestet werden sollen, sagte Jacqueline Hillenbrand von der Uni Osnabrück. Die sogenannten multiresistenten Erreger seien für gesunde Menschen ungefährlich.

Träger der Keime können diese jedoch an potenziell gefährdete Menschen weitergeben. Um in Zukunft eine erfolgreiche Behandlung von erkrankten Menschen zu ermöglichen, würden nun die Verbreitung der Erreger sowie deren Quellen untersucht.

Konkrete Zahlen der Infektionen mit Stäbchenbakterien gebe es nicht, teilte das Robert-Koch-Institut mit. Ein weiterer bekannter multiresistenter Erreger ist der Krankenhauskeim MRSA (Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus). Im vergangenen Jahr wurden landesweit 333 Fälle gemeldet, im laufenden Jahr bis Anfang Oktober 2019 waren es 185.

Quelle: DPA